Roman Röösli: «Meine Wunschstartzeit wäre zwischen 11 und 12 Uhr»

European Rowing Championships
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Roman Röösli: «Meine Wunschstartzeit wäre zwischen 11 und 12 Uhr»

Artikel - Roman Röösli: «Meine Wunschstartzeit wäre zwischen 11 und 12 Uhr»

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Nach dem Rennabbruch gestern qualifizierte sich der Doppelzweier mit Roman Röösli und Barnabé Delarze in seinem Hoffnungslauf souverän für den Halbfinal am Freitag. Ein kurzes Gespräch über den Spannungsabfall nach der Rennabsage, über das frühe Aufstehen und vieles mehr.

Roman und Barnabé, souverän und kontrolliert habt Ihr heute den Sieg im Hoffnungslauf «abgeliefert». Zufrieden?
Roman: Der Start ist uns definitiv besser gelaufen als beim Vorlauf. Das hat heute super geklappt. Nicht ganz zufrieden sind wir mit dem Mittelteil.
Barnabé: Zwischen 500 und 1500 Metern haben wir definitiv noch Verbesserungspotenzial. In Rennen wie heute, in denen Du den Gegner kontrollierst, ist es immer schwieriger ein super Renngefühl zu finden. Aber: Unser Ziel Halbfinal haben wir erreicht.

Blenden wir kurz zurück. Gestern Nachmittag wart Ihr bei schwierigen Windverhältnissen auf dem Weg an den Start zu Eurem Hoffnungslauf, als die FISA wegen unfairen Bedingungen eingriff. Wie habt Ihr das erlebt?
Roman:  Wir waren bereit und auf dem Weg zu den Startblöcken. Plötzlich hiess es, dass der Start um 20 Minuten verschoben sei. Wir wendeten, stellten uns möglichst rasch mental um und verlängerten unser Aufwärmen. Als wir erneut beim Start eintrafen, kam dann die definitive Absage. Daraufhin fiel die Spannung zusammen. Aber damit muss man umgehen.
Barnabé:  Wir brannten regelrecht auf das Rennen. Ich wäre lieber gestern gefahren als heute. Heute fand ich es schwieriger, die Spannung in mir wiederaufzubauen.

Aber Ihr fandet es die richtige Entscheidung?
Roman: Wir sahen natürlich, dass die Rennen zusehends unfairer wurden. Wir wären trotzdem gerne gerudert. Wir waren auf der zweitbesten Bahn und bereit. Wir wussten, dass wir alle schlagen konnten. 
Barnabé: Ich fand den Entscheid ehrlich gesagt nicht gut. Das hätte man sicherlich mit einer anderen Bahnverteilung lösen können.

Nun musstet Ihr heute Morgen recht früh ins Rennen steigen. Wie gerne rudert Ihr so früh?
Roman: Im Prinzip fahre ich die Rennen gerne am Vormittag. Ich bin am Morgen leistungsfähig. Zudem vermeidet man lange Wartezeiten, bis es los geht. Aber es müsste eigentlich nicht ganz so früh sein wie heute. Wir mussten heute um fünf Uhr raus, um uns rennbereit zu machen. Meine Wunschstartzeit wäre zwischen 11 und 12 Uhr (lacht).
Barnabé: Früh aufstehen ist nicht mein Ding. Da brauchte ich heute schon einen Koffein-Shot und etwas Musik, um in die Gänge zu kommen. 

Auf Instagram postet Ihr herrliche Sonnenuntergangsbilder. Wo ist Euer Rückzugsort?
Barnabé: Das ist auf dem Dach des Hotels hier in Plovdiv. Dorthin gehe ich zum Chillen. Vor allem an den freien Tagen waren wir ab und zu oben. 

Das Interview mit Barnabé Delarze und Roman Röösli führte Jolanda van de Graaf.