World Rowing Cup III Luzern: Generalprobe mit Weltklassebesetzung
Ein Jahr vor den Weltmeisterschaften in Luzern ist der Rotsee noch einmal Schauplatz für den Weltcup-Final von World Rowing. Vom 26. bis 28. Juni 2026 stellt die LUCERNE REGATTA den letzten grossen Test im Rahmen der versammelten Weltelite dar. SWISS ROWING ist in diesem Jahr mit neun Booten vertreten, darunter die Medaillengewinner des letzten Jahres, Patrick Brunner und Jonah Plock im Zweier-ohne der Männer und Pararuderin Claire Ghiringhelli.
Das Meldeergebnis ist gespickt mit Top-Mannschaften und lässt enge Entscheidungen erwarten.
🔗 Bilder Training und Medientermin Rotsee vom 24. Juni 2026 (Detlev Seyb)
🔗 Bilder Training Rotsee vom 25. Juni 2026 (Detlev Seyb)
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🔗 Zeitplan LUCERNE REGATTA
Die diesjährige LUCERNE REGATTA verspricht ein Sportfest für alle zu werden. Im Zentrum steht dabei auch in diesem Jahr das Aufeinandertreffen der Weltbesten im Rudersport. Insgesamt sind 42 Nationen am Start – über 650 Athletinnen und Athleten, darunter 21 aus der Schweiz. Für das Team von SWISS ROWING ist die LUCERNE REGATTA der zweite internationale Auftritt in dieser Saison. Beim Weltcup I in Sevilla konnten drei A-Finalqualifikationen errungen werden. Nach dem Verzicht auf den zweiten Weltcup wollen die Athletinnen und Athleten in Luzern eine Steigerung zeigen. Für sie bietet sich hier die letzte grosse Testmöglichkeit vor den Europa- und Weltmeisterschaften im August, die insbesondere für die neuformierten oder umbesetzten Boote wichtig ist.
Zusätzlich bietet die Regatta auch wieder die Bühne für den Nachwuchs: Im Rahmen des Finals im Talents Cup messen sich die besten sechs U17 Mixed Club-Doppelvierer der ganzen Schweiz. Diese sechs Teams wurden zuvor über Qualifikationsrennen an den drei nationalen Regatten in Lauerz, Schmerikon und Cham ermittelt.
Einer Männer
Erneut die grösste Bootsklasse der Regatta ist der Männer-Einer mit 35 Meldungen. Für SWISS ROWING tritt Kai Schätzle (Seeclub Luzern) an, der die beiden internen Trials im Skiff dominiert hat und nun in dieser Kategorie den internationalen Vergleich angeht. Für ihn ist es der erste Weltcupeinsatz im Einer. Der Massstab ist ideal: Neben Olympiasieger Oliver Zeidler (GER) ist auch der Olympia-Silbermedaillengewinner Yauheni Zalaty (AIN) sowie der Bronzemedaillengewinner Simon van Dorp (NED) anwesend. Van Dorp ist in dieser Saison im Doppelzweier mit Melvin Twellaar im Einsatz. In Luzern starten allerdings beide im Einer, was noch zur Spannung des grossen Aufeinandertreffens beiträgt.
Zweier-ohne Männer
Der Zweier-ohne der Männer, der im Vorjahr vor dem Heimpublikum die Bronzemedaille erringen konnte, ist auch in Sevilla auf Anhieb wieder in den A-Final vorgestossen. Hier wurden Patrick Brunner (Seeclub Sempach) und Jonah Plock (Ruderclub Rapperswil-Jona) dann allerdings von einem gesundheitlichen Problem ausgebremst. Auf dem Rotsee bietet sich ihnen die Gelegenheit, ihre internationale Standortbestimmung gegen 20 andere Teams nachzuholen. Auch die Spanier werden am Start sein. Diese waren an der WM hinter Brunner/Plock und in Sevilla davor platziert. Besondere Beachtung wird auch der australische Zweier mit dem Olympiamedaillengewinner von 2016 und 2020 im Vierer-ohne Alexander Hill bekommen. Das neu formierte Boot wird sich in Luzern zum ersten Mal im internationalen Feld zeigen. Australien hat wie diverse andere Nationen gleich zwei Boote gemeldet, sodass auch spannende interne Duelle zu erwarten sind.
Doppelvierer Männer
Die dritte Bootsklasse bei den Männern mit Schweizer Beteiligung ist der Doppelvierer und hier sind gleich zwei Boote von SWISS ROWING am Start. Boot 1 ist das neue Einsatzgebiet von Olympia-Schlagmann Maurin Lange (Seeclub Luzern). Er wird unterstützt von Raphaël Ahumada (Forward Rowing Club Morges), der erstmals einen Weltcup in einem Grossboot bestreitet, von Donat Vonder Mühll (Grasshopper Club Zürich) und vom Weltcup-Debütanten Bojan Reuffurth (See-Club Zug).
Das zweite Boot ist der Doppelvierer, welcher für die U23-Weltmeisterschaften in Duisburg selektioniert wurde. Alexander Bannwart (Seeclub Stansstad) und Ivo Löpfe (See-Club Zug) hatten bereits 2025 die Chance, in Luzern ihr Weltcup-Debüt zu geben. Für Constantin Feuerstein (Grasshopper Club Zürich) und Nicolas Chambers (Club Aviron Vevey) ist es mit dieser LUCERNE REGATTA soweit.
Zu den Favoriten im 16-Boote Feld zählen das deutsche Boot, das in Sevilla gewinnen konnte, die Niederländer, die unmittelbar dahinter platziert waren, und die Polen, die in Luzern wieder in der Kombination antreten, mit der sie an der WM 2025 die Bronzemedaille holten. Mit den Briten treten zudem die Vorjahressieger an, deren Besatzung nur auf einem Platz umbesetzt wurde.
PR1 Einer Frauen
Die letztjähige Rotsee-Siegerin im PR1 Fraueneiner Claire Ghiringhelli (Societá Canottieri Locarno) steht nach einer Operation im Winter erstmals wieder international an der Startlinie. Für sie geht es daher vor allem darum, wieder Fuss zu fassen. Sie trifft auf dem Rotsee auf eine irische und eine schwedische Ruderin. Die Irin war zuvor im PR2 Mixed Doppelzweier unterwegs, unter anderem an den Paralympischen Spielen 2024. Daran nahm ebenfalls die Schwedin Ebba Einarsson teil, die im Einer hinter Ghiringhelli neunte wurde.
Einer Frauen
Unter den gemeldeten Ruderinnen im Frauen-Einer gibt es einige, die den Sprung ins Finale schaffen könnten. Aurelia-Maxima Janzen (Scuola Canottaggio Caslano e Malcantone) bestritt beim Weltcup I den B-Final. Was die Spitze betrifft, wird der Blick vor allem auf die Auseinandersetzung zwischen den Skiff-Dominatorinnen der letzten beiden Jahre gerichtet sein. Gemeint sind die Weltmeisterin Fiona Murtagh (IRL), Olympiasiegerin Karolien Florijn (NED) und die Europameisterin sowie Siegerin des Gesamt-Weltcups 2025, Lauren Henry (GBR). Florijn hatte in Sevilla einen technischen Defekt, der dazu führte, dass sie ihren Vorlauf nicht beenden konnte. Den Sieg konnte hier wie schon an der WM 2025 äusserst knapp Fiona Murtagh vor Lauren Henry erringen.
Doppelzweier Frauen
Fabienne Schweizer und Salome Ulrich (beide Seeclub Luzern) zählten in Sevilla zu den A-Finalistinnen. Auf dem Rotsee treffen sie unter den 15 gemeldeten Booten auf die beiden irischen Boote, sowie auf die Polinnen, die sich in Spanien vor ihnen platzieren konnten. Für die Niederlande ist eine andere Kombination am Start, bei der es sich um die letztjährigen Weltmeisterinnen in dieser Bootsklasse handelt, Roos de Jong und Bente Boonstra. Ebenfalls im WM-Finale stand das griechische Boot, das allerdings auf einer Position umbesetzt wurde. Neben Irland haben auch die USA und China in dieser Kategorie doppelt gemeldet.
Zweier-ohne Frauen
Beim Schweizer Zweier-ohne der Frauen handelt es sich um eine frisch formierte Mannschaft. Olivia Roth (Grasshopper Club Zürich) und Sofia Meakin (Club Aviron Vésenaz) sitzen erst seit zehn Tagen gemeinsam im Boot – genauer seit den letzten Trials, bei denen auch die im Ausland studierende Olivia Roth die Chance erhielt, sich wieder für eins der Boote von SWISS ROWING zu empfehlen. Zu den Favoritinnen im 16-Boote-Feld zählen die Tschechinnen, die Sevilla gewinnen konnten und die chilenischen Schwestern Abraham, die ihrerseits den zweiten Weltcup Plovdiv für sich entschieden. Die starken Französinnen gilt es ebenso im Auge zu behalten, sie waren in Sevilla zweite.
Doppelvierer Frauen
Der aktuelle Schweizer Doppelvierer der Frauen wurde gegenüber Sevilla, wo das Quartett den A-Finaleinzug und Rang fünf realisieren konnte, nach den Trials auf einem Platz umbesetzt. Neu sitzt zusammen mit Lisa und Flavia Lötscher (Seeclub Luzern) und Nina Wettstein (Seeclub Stäfa), die Doppelvierer-erfahrene Célia Dupré (Club d’Aviron Vésenaz) im Boot, die ebenfalls kürzlich von ihrem Auslandsstudium zurückgekehrt ist.
Die Siegerinnen von Sevilla waren in dieser Bootsklasse die deutschen Frauen, die in Luzern in unveränderter Besetzung antreten. Die Britinnen, die in Sevilla den zweiten Platz belegten, erscheinen in Luzern neu mit Leichtgewichts-Olympiasiegerin Imogen Grant am Schlag. Ein weiteres Favoritenboot kommt aus den Niederlanden. Die Weltmeisterinnen waren in Sevilla aufgeteilt in Doppelzweiern im Einsatz. In Luzern entspricht die Aufstellung bis auf einen Platz derjenigen an der WM in Shanghai 2025.
Aufgebot SWISS ROWING am World Rowing Cup II in Luzern vom 26.–28. Juni 2026
PR1 Einer Frauen (PR1W1x)
Claire Ghiringhelli (Societá Canottieri Locarno)
Einer Frauen (W1x)
Aurelia-Maxima Katharina Janzen (Scuola Canottaggio Caslano e Malcantone)
Doppelzweier Frauen (W2x)
Salome Ulrich (Seeclub Luzern)
Fabienne Schweizer (Seeclub Luzern)
Zweier-ohne Frauen (W2-)
Olivia Roth (Grasshopper Club Zürich)
Sofia Meakin (Club Aviron Vésenaz)
Doppelvierer Frauen (W4x)
Lisa Lötscher (Seeclub Luzern)
Flavia Lötscher (Seeclub Luzern)
Célia Dupré (Club Aviron Vésenaz)
Nina Wettstein (Seeclub Stäfa)
Skiff Männer (M1x)
Kai Schätzle (Seeclub Luzern)
Zweier-ohne Männer (M2-)
Patrick Brunner (Seeclub Sempach)
Jonah Plock (Ruderclub Rapperswil-Jona)
Doppelvierer Männer (M4x), Boot 1
Maurin Lange (Seeclub Luzern)
Raphaël Ahumada (Forward Rowing Club Morges)
Bojan Reuffurth (Seeclub Zug)*
Donat Vonder Mühll (Grasshopper Club Zürich)
Doppelvierer Männer (M4x), Boot 2
Constantin Feuerstein (Grasshopper Club Zürich)*
Nicolas Chambers (Club Aviron Vevey)*
Alexander Bannwart (Seeclub Stansstad)
Ivo Löpfe (See-Club Zug)
*Weltcup-Debütanten
Sarnen, 25. Juni 2026 / NS