U19-WM Plovdiv: Die Skiffs stehen in den Halbfinals
Tag zwei der U19-WM in Plovdiv hatte für die vier Schweizer Boote heute die Viertel- und die Halbfinals im Gepäck. Mit jeweils Rang zwei in ihren Viertelfinals zogen Olivia Leunig und Rémy Christ in den Skiff-Konkurrenzen souverän in die Halbfinals weiter. Der Vierer-ohne der Junioren und der Doppelvierer der Juniorinnen rudern morgen in den B-Finals.
🔗 Resultatliste Viertel- und Halbfinals, 7. August 2026
🔗 Startliste Samstag, 8. August 2026
RENNBERICHTE (chronologisch)
Juniorinnen-Einer
1. AIN, 2. SUI, 3. TUR, // 4. SLO, 5. PAR, 6. ESA
Im heutigen Viertelfinal ging es für Olivia Leunig (SC Küsnacht) um Weiterkommen darum, einen der ersten drei Ränge zu erreichen. Schon vom Start weg brachte sich die Küsnachterin in Position um einen dieser Plätze. Hinter der neutralen Athletin und der Slowenin absolvierte sie das erste Streckenviertel in dritter Position. Die türkische Ruderin, die den Vorlauf als Schnellste angegangen, dann aber eingebrochen war, startete heute verhalten und reihte sich zunächst auf Rang fünf ein. Bis zur Hälfte des Rennens konnte sich Leunig in die zweite Position vorschieben und diese nach hinten absichern, wo sich dann wiederum die Türkin daran machte, die dritte Position zu übernehmen. Für den Halbfinal qualifizierten sich die neutrale Athletin vor Leunig und der Ruderin aus der Türkei.
Junioren-Einer
1. NOR, 2. SUI, 3. LTU // 4. CRO, 5. BUL, 6. UGA
Remy Christ (SC Biel) liess im Viertelfinal ebenfalls nichts anbrennen. Früh sortierte er sich auf dem zweiten Rang hinter dem Ruderer aus Norwegen und vor dem Litauer ein. Auch die anderen drei Ränge waren schnell besetzt und änderten sich über die gesamte Strecke hinweg nicht mehr. Mit dem zweiten Rang hiner Norwegen und vor Litauen zog Rémy Christ schliesslich souverän in den Halbfinal ein.
Junioren-Vierer ohne
1. GBR, 2. USA, 3. ITA // 4. GER, 5. SUI, ROU
Am Start für den Halbfinal im Junioren-Vierer ohne reihten sich neben den Schweizern durchweg grosse Rudernationen auf. Die Initiative ergriff dann auch das britische Boot, das zunächst eine knappe Führung vor dem deutschen Quartett behauptete, allerdings noch dicht gefolgt von den beherzten Schweizern – Tino Herrmann, Luca Krauser, Tim Weber (alle Basler Ruder-Club) und David Wagner (Seeclub Luzern). Auf Rang vier sah man zunächst das italienische Boot. Während die Briten ihre Führung behaupteten, begann sich das Feld dahinter zu verschieben. Die Distanz der Italiener zu den Briten bliebe mit rund einer Bootslänge durchgehend gleich. Doch bis zur Streckenhälfte verloren alle weiteren Boote an Boden gegenüber dem führenden Boot. Die Deutschen hielten sich damit vorerst noch in zweiter Position vor Italien. Die Schweiz fiel knapp auf den fünften Rang zurück, hinter die aufschliessenden US-Amerikaner und die Rumänen. Die Entscheidung fiel in der zweiten Hälfte des Rennens. Den USA gelang es, das Tempo zu erhöhen und noch an den Italienern vorbeizugehen, während Deutschland, die Schweiz und Rumänien dem mutigen Anfangstempo Tribut zollten und sich in dieser Reihenfolge dahinter für den B-Final einschrieben.
Juniorinnen-Doppelvierer
1. GER, 2. POL, 3. CZE // 4. SUI, 5. NOR, 6. USA
Im Halbfinal des Juniorinnen-Doppelvierers waren es die deutschen Ruderinnen, die sich anschickten, das Rennen von der Spitze aus zu kontrollieren. Verfolgt wurden sie dabei von den Tschechinnen und den Polinnen sowie zunächst auch noch von den Schweizerinnen. Tanya Brendle (Ruderclub Cham), Anouk Lüthi (Solothurner Ruderclub), Eliora Camp (Société Nautique Genève, SA) und Lilly Eggenschwiler (Seeclub Wädenswil) orientierten sich an den Polinnen und lagen den Grossteil der ersten Streckenhälfte auch mit ihnen gleichauf. Hinter den Schweizerinnen ruderten bereits früh mit einigem Abstand die Boote aus Norwegen und den USA. Dem deutschen Boot gelang es allerdings nicht, sich entscheidend abzusetzen. Über die gesamte zweite Streckenhälfte hinweg entwickelte sich ein Dreikampf der führenden drei Boote, dem die Schweizerinnen zwar folgen, aber auch keine entscheidenden Meter mehr aufholen konnten. Die drei erstplatzierten Boote fuhren schliesslich mit weniger als einer halben Sekunde Abstand aufeinander durchs Ziel. Die Schweizerinnen überquerten die Ziellinie als Vierte dreieinhalb Sekunden dahinter und rudern damit morgen B-Final.
Sarnen, 7. August 2026 / NS