Erfreuliche Vorlaufrunde für die Schweizer Junioren-Boote in Trakai

Der Junioren-Doppelvierer steht nach einem Vorlaufsieg direkt im Halbfinal. Der Vierer mit Stm. zog dank einem zweiten Vorlaufrang direkt in den A-Final vom Sonntag ein. Der Juniorinnen-Doppelvierer ist dank einem zweiten Platz hinter Rumänien direkt im Halbfinal.

Ideal waren die Verhältnis auf dem Galve-See in Trakai für die heutigen Qualifikationsrennen. Auf dem Programm standen die Vorläufe sowie die Hoffnungsläufe in den Einern und Doppelzweiern. Aus Schweizer Sicht war heute Grossboottag und es traten alle vier Vierer zu ihrem ersten Rennen an, nachdem sich gestern bereits Jan Schäuble und Mattea Wüthrich direkt für die Viertelfinals qualifizieren konnten. 

Der Junioren-Doppelvierer mit Linus Copes, Andrin Gulich, Dominic Condrau und Valentin Huehn trat auf der Bahn 6 zum Vorlauf an. Das Schweizer Boot lieferte im Vorlauf eine makellose Leistung ab, indem sie auf allen vier Abschnittszeiten die Bestzeit erzielten. Nur das Boot aus Grossbritannien vermochte das Tempo der Schweizer mitzugehen und blieb unserem Boot das ganze Rennen hindurch am Heck. Im Ziel war es dann eine dreiviertel Länge Vorsprung für das Schweizer Quartett. Zusammen mit Grossbritannien sowie Italien, Griechenland, Deutschland und Dänemark sind die ersten sechs Halbfinalisten bestimmt. Der Halbfinal findet am Samstag statt. 

Der Vierer mit Steuermann mit Nico Müller, Oliver Gisiger, Anton Flohr und Niels Schneider zeigte einen starken Vorlauf. Nach 500 Metern lag das Schweizer Boot an vierter Stelle, hatte aber nur geringen Rückstand auf die führenden Südafrikaner. Bei Streckenhälfte hatte sich das Schweizer Boot dann auf den dritten Rang vorgearbeitet. Die zweiten 1000 Meter waren dann durch das italienische und das schweizerische Boot geprägt, die sich einen tollen Zweikampf lieferten, währenddem die weiteren Boote etwas Rückstand hatten. Zwei Plätze für das A-Final standen zur Disposition und diese holten sich Italien als Vorlaufsieger und die Schweizer Crew mit einem Rückstand von 0.59 Sekunden. Italien ist eine gute Referenz: die gleiche Mannschaft holte an der Junioren-EM in Krefeld im Mai die Bronzemedaille, während die Schweizer Mannschaft damals noch im ungesteuerten Vierer am Start war. 

Der Juniorinnen-Doppelvierer mit Eline Rol, Emma Kovacs, Lisa Lötscher und Jana Nussbaumer überzeugte im heutigen Vorlauf ebenfalls. Mit den Europameisterinnen aus Rumänien erhielten die Schweizerinnen auch gleich eine starke Konkurrenz zugelost. Weiter im Rennen waren die Boote aus Tschechien und Ukraine. Die Schweizerinnen starteten schnell und lagen nach Streckenviertel in Führung, dicht gefolgt von Rumänien. Früh zeigte sich, dass der minimal dritte Rang für die Halbfinalqualifikation kein Problem darstellen sollte. Auf der zweiten Streckenhälfte ruderte sich Rumänien dann eine Bootslänge Vorsprung heraus. Die Schweizerinnen sicherten den zweiten Platz ab und zogen damit direkt ins Halbfinale vom Samstag ein. Im dritten Vorlauf wurde das Boot aus Russland auf den letzten Platz zurückgesetzt, da das russische Boot untergewichtig war. Die viertplatzierten Inderinnen, die grossen Rückstand aufwiesen profitieren davon und stehen ebenfalls direkt im Halbfinal. Es bleibt zu hoffen, dass damit die Einteilung für die Halbfinals nicht ungünstig beeinflusst wird. 

In den Einer-Vorläufen ging es bereits gestern zur Sache. Acht Vorläufe mussten bei den Junioren eingeplant werden, um die 39 startenden Boote in den Wettkampf zu schicken. Jan Schäuble startete im siebten Vorlauf und erreichte dort hinter dem Ruderer aus der Türkei den zweiten Rang. Mit diesem zweiten Platz steht der Skiff-Schweizermeister im Viertelfinale von morgen Freitag. 

Ebenfalls die direkte Viertelfinal-Qualifikation hatte Mattea Wüthrich geschafft. In einem stark besetzten Vorlauf erreichte sie den vierten Platz und steigt somit ebenfalls direkt in den Viertelfinal vor. Dieses Rennen ist ebenfalls für den Freitag programmiert. 

Der Vierer-ohne der Juniorinnen mit Lia Walser, Olivia Nacht, Olivia Negrinotti und Nina Libal wurde im Vorlauf Fünfter. Das Schweizer Boot belegte das ganze Rennen hindurch den fünften Rang und muss somit im Hoffnungslauf nochmals antreten, um den Halbfinalplatz zu ergattern. 

Im Rennen der Ersatzruderer startete Felician Bossart sein erstes internationales Einer-Rennen. Am letzten Wochenende stand er noch am Coupe de la Jeunesse im Vierer-ohne im Einsatz. Er wurde von der hohen Startgeschwindigkeit überrascht, handelte sich auf dem ersten Streckenviertel 10 Sekunden Rückstand ein, den er auf der zweiten Streckenhälfte trotz Leistungssteigerung im Schlussabschnitt nicht mehr zu kompensieren vermochte. Es resultierte der sechste Rang für Felician Bossart.