Dreifachsieg im Männer Einer

Dreifachsieg im Männer Einer

Artikel - Dreifachsieg im Männer Einer

Mit einem vollen Podium im Männer Einer sowie mit Silber und Bronze im Leichtgewichtsskiff startete die Schweizer Ruderdelegation in Piediluco (I) erfolgreich in die Saison. Einiges Potenzial zeigte der Vierer-ohne mit seinem vierten Rang.

Roman Röösli (Seeclub Sempach) unterstrich an der heutigen Regatta erneut, dass er derzeit der stärkste Ruderer der Schweiz ist. Ihm dicht auf den Fersen bewegen sich aber sein Ruderpartner im Doppelzweier Barnabé Delarze (Lausanne Sports Aviron) und der Thurgauer Nico Stahlberg (Ruderclub Kreuzlingen). Alle Drei zeigten heute Vormittag im A-Final der internationalen Regatta auf dem Lago di Piediluco ein starkes Rennen. Während sich Roman Röösli vom Start weg absetzen konnte und das Feld bald mal von der Spitze aus kontrollierte, lieferten sich Barnabé Delarze und Nico Stahlberg erneut ein hartes Duell. Delarze revanchierte sich für seine knappe Niederlage im gestrigen Halbfinal und liess Stahlberg heute um 78 Hundertstel hinter sich. Parallel dazu hielten die beiden die anrückenden internationalen Gegner aus Rumänien und Italien auf Distanz.

Starker Auftritt der Leichtgewichte

Der WM-Siebte im Leichtgewichtseiner des letzten Jahres, Martino Goretti, war auf dem Lago di Piediluco heute nicht zu schlagen. Hinter ihm aber holten sich die jungen Schweizer Skiffiers Julian Müller (See-Club Luzern) und Matthias Fernandez (See-Club Zug) Silber und Bronze. Beiden gelang ein aufgewecktes Rennen. In der internen Ausscheidung um einen Startplatz an der EM auf dem Rotsee in Luzern Ende Mai konnte Müller heute sozusagen einen ersten Matchball verwerten. Auf die Antwort von Fernandenz für die zweite Wertung morgen Sonntag darf man gespannt sein.

Ohne Wägetermin, aber trotzdem mit mindestens zehn Kilo weniger auf den Rippen als ihre Konkurrenz starten Andri Struzina (See-Club Zug) und Fiorin Rüedi (GC) an diesem Wochenende im Männer-Doppelzweier der offenen Klasse. Die beiden gingen ihren B-Final aggressiv an, hängten sich hartnäckig an ihre Konkurrenten und wurden schliesslich knapp Dritte. Dafür, dass das Boot erst sein zweites gemeinsames Rennen bestritt, waren die Automatismen bereits gut eingespielt. Auf zusätzliches Interesse dürfte nun die Sonntagswertung stossen. Die Leichtgewichte werden mit den Vize-Weltmeistern Roman Röösli und Barnabé Delarze im Männer-Doppelzweier auf das Schweizer Flaggschiff treffen.

Auch bei den Frauen zeigten die Leichtgewichte Patricia Merz (See-Club Zug) und Frédérique Rol (Lausanne Sports Aviron) in ihrem B-Final, dass sie ihre gewichtigeren Konkurrentinnen nicht zu scheuen brauchen. Patricia Merz holte sich Rang Drei. Gerade mal fünf Hundertstel nach ihr, sozusagen eine Bugballspitze später, ruderte Frédérique Rol als Vierte ins Ziel. Valérie Rosset (Seeclub Sempach) wurde Siebte. Als einzige Schweizerin in den A-Final geschafft hatte es Pascale Walker (Ruderclub Zürich), die sich im Ziel doppelt ärgerte. Als Vierte hatte sie das Podium um nur gerade 39 Hundertstelsekunden verpasst. Dass sie zudem schliesslich in den offiziellen Resultatlisten nur als Fünfte gewertet wurde, war zu Recht starker Tabak. Der Einspruch der Schweizer Delegation bei der Jury wurde allenthalben verstanden, das Resultat indessen nicht korrigiert.

Der Vierer-ohne, ein Grossboot mit Fokus Olympia, nimmt derweil weiter Fahrt auf. Heute beendete das Team mit Augustin Maillefer (Lausanne Sports Aviron), Paul Jacquot (Seeclub Zürich), Joel Schürch (Seeclub Sursee) und Markus Kessler (Ruderclub Schaffhausen) seinen A-Final auf dem vierten Rang. Die Europameister und WM-Fünften aus Rumänien sowie die Vize-Weltmeister aus Italien bestimmten das Rennen vom Start weg. Die Schweizer hielten jedoch stets Kontakt zu den an dritter Stelle rudernden Südafrikanern und hielten ihre Position im Rennen konstant. Der Streckenschlag des Schweizer Boots sitzt also. Spielt sich das Boot beim Übergang in den Endspurt noch etwas besser ein, steht dem nächsten Entwicklungsschritt nichts mehr im Wege. 

Für die Wertung am Sonntag wechseln einige Ruderinnen und Ruderer in ihre Stammboote. Roman Röösli / Barnabé Delarze starten im Männer-Doppelzweier, während sowohl Pacale Walker / Valérie Rosset als auch Frédérique Rol / Patricia Merz im Frauen-Doppelzweier der offenen Kategorie rudern. Die Vorläufe für die Finals am Sonntagvormittag finden heute am späteren Nachmittag statt. Die Qualifikationsresultate werden über unsere Social Media-Kanäle sowie auf unserer Website zeitnah kommuniziert. 


Resultate Wertung Samstag, 13. April 2019
Männer Einer (M1x)
A-Final:
1. Roman Röösli (SUI) 7:16,61 2. Barnabé Delarze (SUI) 7:19,48 3. Nico Stahlberg (SUI) 7:20,26 4. Mihai Chiruta (ROU) 7:21,92 5. Simone Martini (ITA) 07:23:59 6. Milos Vasic (SRB) 7:23,62 7. Robert Ven (FIN) 7:24,24 8. 8:29,08

Männer Einer Leichtgewichte (LM1x)
A-Final:
1. Martino Goretti (ITA 1) 7:29,78 2. Julian Müller (SUI 2) 7:35,15 3. Matthias Fernandez (SUI 1) 7:36,55 4. Jan Hajek (CZE 1) 7:40,23 5. Milos Stanojevic (SRB 1) 7:43,89 6. Sebastiano Galoforo (ITA Soc. 3) 7:51,66 7. Giulio Acernese (ITA Soc. 1) 7:55,47 8. Patrick Rocek (ITA 2) 8:07,31 

Männer Doppelzweier (M2x)
B-Final
1. Jiri Simanek / Miroslav Vrastil (CZE) 6:44,40 2. Emanuele Giarre / Riccardo Jansen (ITA 3) 6:47,04 3. Fiorin Rüedi / Andri Struzina (SUI 1) 6:47,30 4. Pietro Cangialosi / Leonardo Calabrese (ITA 4) 6:52,93 5. Stephen Cox / Peter Purcell-Gilpin (ZIM) 6:55,06 6. Stefano Morganti / Piero Sfiligoi (ITA Soc. 1) 7:01,15 7. Bohdan Martynenko / Illia Karpov (UKR1) 7:06,46 8. Andrea Cattaneo / Luca Chiumento DNS

Männer Vierer-ohne (M4-)
A-Final
1. Rumänien 3 6:10,06 2. Italien 1 6:11,13 3. Südafrika 6:11,40 4. Schweiz (Augustin Maillefer, Paul Jacquot, Joel Schürch, Markus Kessler) 6:17,36 5. Kroatien 6:20,08 6. Russland 6:24,90 7. Italien 2 6:24,98 8. Italien Soc. 6:25,38

Frauen Einer (W1x)
A-Final
1. Sanita Puspure (IRL 1) 7:58:89 2. Diana Dymchenko (UKR 1) 8:05,87 3. Jovana Arsic (SRB 1) 8:07,62 4. Daryna Verkhogliad (UKR 4) 8:12,00 5. Pascale Walker* (SUI 1) 8:12,39 6. Anastasia Kozhenkova (UKR  2) 8:12,39 7. Natallia Dovgodko (UKR 6) 8:14,38 8. Lenka Antosova (CZE 2) 8:20,39 *Einspruch bei der Jury, effektiv 4. Rang
B-Final
1. Maike Diekmann (NAM 1) 8:06,48 2. Kristyna Fleissnerova (CZE 1) 8:09,22 3. Patricia Merz (SUI 2) 8:09,75
4. Frédérique Rol (SUI 3) 8:09,80
5. Iana Dementieva (UKR 5) 8:13,72 6. Yevheniia Dovhodko (UKR 3) 8:15,36 7. Valérie Rosset (SUI 4) 8:15,73 8. Marcela Milosevic (CRO 1) 8:18,36