EM Varese: Frauen-Doppelvierer fährt zu Gold

Mit ihrem Sieg im Vorlauf hatten sie es angekündigt, und heute im Final haben sie es vollendet: Der Schweizer Frauen-Doppelvierer holt am 1. August den Sieg an den Europameisterschaften in Varese. Nach zwei fünften Rängen im diesjährigen Weltcup fuhren Lisa Lötscher, Flavia Lötscher, Célia Dupré und Nina Wettstein heute zum ersten internationalen Elitetitel für ein Schweizer Grossboot bei den Frauen.

Mit Kai Schätzle und Aurelia-Maxima Janzen sicherten sich über die Halbfinals im Skiff der Männer und Frauen auch zwei weitere Boote den Einzug in die A-Finals.


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Schon mit ihrem Start in die Regatta liessen die vier Schweizerinnen aufhorchen. Nach den bisherigen Saisonergebnissen waren im Frauen-Doppelvierer die deutschen und die britischen Ruderinnen recht einhellig als Favoritinnen genannt worden. Diese Prognose durchkreuzten Lisa Lötscher, Flavia Lötscher (beide Seeclub Luzern), Célia Dupré (Club Aviron Vésenaz) und Nina Wettstein (Seeclub Stäfa) bereits im Vorlauf, den sie mit einer Bootslänge Vorsprung vor Deutschland gewannen.

Heute im A-Final legten die Schweizerinnen dann noch einmal alles in die Waagschale. Entschlossen gingen sie das Rennen gemeinsam mit den schnellsten Teams an. Über die Strecke hinweg fuhren sie dann konsequent einen Angriff nach dem anderen gegen die führenden Teams aus Rumänien und Deutschland. Die Britinnen lagen über die gesamte Strecke hinweg hinter den Schweizerinnen. Aus der hervorragenden dritten Position heraus starteten Lötscher, Dupré, Lötscher und Wettstein schliesslich einen fulminanten Endspurt und zogen an Rumänien und Deutschland vorbei.


Weitere A-Finals (in chronologischer Reihenfolge)
Frauen-Zweier ohne
1. ROU, 2. CZE, 3. ITA, 4. GER, 5. LTU, 6. SUI
Der Zweier ohne Steuerfrau der Frauen mit Olivia Roth (Grasshopper Club Zürich) und Sofia Meakin (Club Aviron Vésenaz) fuhr im A-Final auf den sechsten Rang. Der Sieg ging auch hier an Rumänien.

Männer-Zweier ohne
1. ROU, 2. LTU, 3. ITA, 4. GRE, 5. SUI, 6. GBR
Patrick Brunner (Seeclub Sempach) und Jonah Plock (Ruderclub Rapperswil-Jona) erreichten in ihrer Paradebootsklasse, dem Zweier ohne Steuermann, heute den fünften Rang. Sie starteten wie so oft verhalten, konnten in diesem Rennen aber nicht auf ihre gewohnte Stärke zurückgreifen, auf der zweiten Streckenhälfte das Tempo noch einmal zu forcieren. Der Europameistertitel ging an Rumänien.

Frauen-Doppelzweier
1. AIN, 2. GRE, 3. LTU, 4. SUI, 5. GBR, 6. GER
Im Doppelzweier der Frauen zeigten Salome Ulrich und Fabienne Schweizer (beide Seeclub Luzern) heute in ihrem A-Final auf der ersten Streckenhälfte Mühe, mit den schnellsten Teams mitzuhalten. Ihre entschlossene Aufholjagd vom sechsten Rang aus brachte sie schliesslich noch auf den vierten Rang. Den Sieg sicherten sich die unter neutraler Flagge startenden Athletinnen.
 

B-Final
Männer-Doppelvierer
1. UKR, 2. SUI, 3. EST, ITA (DNS) => Gesamtrang 8
Der Schweizer Doppelvierer bestritt heute sein B-Final nur noch mit drei Booten, nachdem die Weltmeister aus Italien ihren Start zurückgezogen hatten. Hinter der Ukraine reichte es für Maurin Lange (Seeclub Luzern), Raphaël Ahumada (Forward Rowing Club Morges), Bojan Reuffurth (Seeclub Zug) und Donat Vonder Mühll (Grasshopper Club Zürich) zum zweiten Rang vor den Esten und damit zum achten Gesamtrang.


Halbfinals
Frauen-Einer
1. SRB, 2. SUI, 3. UKR  // 4. GER, 5. ROU, 6. ITA
Mit dem zweiten Rang im Halbfinal sicherte sich Aurelia-Maxima Janzen (Scuola Canottaggio Caslano e Malcantone) heute ebenfalls noch die Chance auf die Medaillenrennen. Der Sieg ging an die Ruderin aus Serbien, Jovana Arsic. Über den dritten Rang zog zudem die Ukrainerin Kateryna Dudchenko in den A-Final ein.

Männer-Einer
1. ROU, 2. SUI, 3. GRE  //  4. SWE, 5. HUN, GBR
Nach seinem souveränen Auftritt im Vorlauf, den Kai Schätzle (Seeclub Luzern) mit einem Sieg abgeschlossen hatte, liess der Luzerner auch im Halbfinal nichts anbrennen. Lediglich den stark sprintenden Rumänen Mihai Chiruta musste er zuletzt noch vorbeiziehen lassen. Auf Rang drei beendete, wie schon im Vorlauf hinter Schätzle, beendete der Grieche Stefanos Ntouskos das Rennen und qualifizierte sich damit ebenfalls für den A-Final.


Varese, 1. August 2026 / NS

 

Bilder Finaltag 1 EM Varese, 1. August 2026 (Detlev Seyb/Maren Derlien)