World Rowing Cup Sevilla: Auch Frauen Doppelzweier und Männer Zweier ohne stehen im A-Final
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Schon die Vorläufe beim Weltcup in Sevilla hatten einen Vorgeschmack darauf geboten, was für enge und aufregende Rennen an diesem Weltcup-Wochenende noch zu erwarten sind. Und diese Erwartung wurde heute nicht enttäuscht. Wiederum bei idealen Wasser- und Windbedingungen, dafür allerdings bei nochmals angestiegenen Temperaturen, gab es rund um den Einzug in die A-Finals viele enge Entscheidungen.
Halbfinals
Frauen Doppelzweier
Im Halbfinal gab es für den Frauen-Doppelzweier mit Fabienne Schweizer und Salome Ulrich (beide Seeclub Luzern) ein Wiedersehen mit den Gewinnerinnen des Vorlaufs, das Boot Niederlande 1. Dazu kamen noch die Niederlande 2, Irland 2, Grossbritannien und Kanada. Der Rennverlauf startete ebenfalls ähnlich spannend mit den meisten Booten lange nahezu auf einer Höhe. Nur die Niederländerinnen und die Kanadierinnen konnten ihren Bug bereits frühzeitig etwas weiter vorschieben. Auf den zweiten 500 Metern aber gelang es Ulrich/Schweizer besser als den Kanadierinnen, das Tempo hochzuhalten und sie brachten sich in die zweite Position. Hinter den Niederländerinnen 1 bauten sie ihren Vorsprung auf Rang drei im Folgenden sogar aus. Weit genug, denn auf den letzten 500 Metern gelang es zum einen den Irinnen, die bisher auf dem vierten Rang lagen, die höchste Geschwindigkeit zu realisieren und auch das zweite Boot der Niederländerinnen fuhr gefährlich auf. Dem Angriff der Irinnen konnten die Schweizerinnen nicht standhalten, doch das niederländische Duo (Boot 2) hielten sie bis auf die Ziellinie knapp auf Abstand – Rang drei erfolgreich verteidigt und damit die A-Finalqualifikation für Ulrich/Schweizer.
Frauen Einer (SUI 1)
Aurelia-Maxima Janzen (Scuola Canottaggio Caslano e Malcantone) ging ihr Halbfinal mit der gleichen Taktik an, wie den Vorlauf und legte sich vom Start weg mutig an die Spitze. Bis zur 500 Meter-Marke konnte dann aber die Niederländerin Roos de Jong aufschliessen und auch an der Schweizerin vorbeiziehen. Auch die anderen etablierten Athletinnen fanden zu ihrem Tempo und bedrängten Janzen zunehmend. Die 22-Jährige hielt energisch dagegen, musste aber bis zur Streckenhälfte auch die deutsche Ruderin, Alexandra Föster und die Litauerin Victorija Senkute passieren lassen. Auf den zweiten 1000 Metern zogen diese drei Boote zusammen mit der Belgierin weiter davon und auch die Ruderin der Individual Neutral Athletes hatte die höhere Geschwindigkeit als Janzen, die auf der zweiten Streckenhälfte zusätzlich mit der Hitze zu kämpfen hatte. Der Sieg des Laufs ging an die Litauerin vor der Niederländerin und der deutschen Ruderin. Janzen ruderte auf den sechsten Rang und steht damit morgen im B-Final.
Männer Zweier-ohne
Patrick Brunner (Seeclub Sempach) und Jonah Plock (Ruderclub Rapperswil-Jona) standen in ihrem Halbfinal wie schon im Vorlauf neben Spanien und Kroatien am Start. Dazu kamen diesmal noch die Iren, ein deutsches Boot und die Weltmeister aus Neuseeland. Während die Neuseeländer sich bereits anschickten, die Führung einzunehmen, fanden sich die beiden Schweizer nach einem völlig missglückten Start zuerst mal am Ende des Feldes wieder. Dann allerdings fanden sie zunehmend in ihren Rhythmus und machten sich auf die Verfolgungsjagd der Neuseeländer und auch der Spanier, die erneut einen sehr schnellen Start hingelegt hatten. Bis zur Streckenhälfte lagen Brunner/Plock noch auf dem vierten Rang, vor ihnen die Deutschen. Doch dann stimmte das Streckentempo des Schweizer Zweiers und es holte sich den dritten Rang und sicherte ihn nach hinten ab. An der Spitze fuhren ungefährdet die Neuseeländer. Auf die Spanier konnten Plock/Brunner am Schluss noch einmal auffahren. Auch für sie resultierte der dritte Rang und damit die A-Finalqualifikation.
Männer Doppelzweier
Heute hatten Raphaël Ahumada (Forward Rowing Club Morges) und Kai Schätzle (Seeclub Luzern) das Los, gegen die Niederlande 1 (van Dorp/Twellaar) anzutreten. Unter den weiteren Gegnern waren wie schon im Vorlauf die Spanier und die Franzosen, zudem Belgien, und die Tschechen. Die Niederlande wurden ihrem Status der Favoritenrolle gerecht und legten sich von Beginn an in Front, allerdings stark bedrängt von den übrigen Booten. Am besten konnten die Belgier, die Spanier und bis 1500 Meter auch die Schweizer das Tempo mitgehen. Schätzle/Ahumada fuhren ebenfalls nahezu gleichauf und passierten die 1000-Meter-Marke als Dritte. Frankreich und Tschechien hielten sich das Rennen hindurch, wenn auch ebenfalls knapp, konstant auf dem fünften und sechsten Rang auf. Die zweite Streckenviertel konnten schliesslich die Belgier besonders stark umsetzen, die sich aus der vierten Position bei Streckenhälfte auf Rang zwei im Ziel vorschoben. Frankreich wurde auf Rang drei und Ahumada/Schätzle auf den vierten Rang verdrängt. Damit rudern die Schweizer morgen im B-Final.Einer, Final C (SUI 2)
C-Finals
Frauen Einer (Boot 2)
Sofia Meakin (Club d’Aviron Vésenaz) trat heute im C-Final gegen Deutschland 2, Niederlande 4, Italien, Brasilien und Peru an. In einem engagiert gefahrenen Rennen konnte sich nach vorne an der für Italien startenden Anna Sarah Sophie Souwer und einer Niederländerin orientieren. Zu Beginn reihte sie sich auch noch hinter der deutschen Ruderin ein, liesse diese aber auf der zweiten Streckenhälfte hinter sich. Die Schweizerin fuhr schliesslich auf den dritten Rang vor Deutschland 2, Brasilien und Peru und belegte damit den 15. Schlussrang.
Männer Doppelzweier (Boot 2)
Schon der Vorlauf, den Maurin Lange (Seeclub Luzern) und Donat Vonder Mühll (Grasshopper Club Zürich) zu bestreiten hatten, war ein Spektakel mit unter anderem den Niederlanden 1 und den kroatischen Serien-Olympiasiegern gewesen. Die Schweizer qualifizierten sich hier für den C-Final, in dem sie überraschend auch wieder auf die Brüder Sinkovic aus Kroatien trafen, die ebenfalls in den C-Final verwiesen wurden. Diesem Boot so lange wie möglich zu folgen, musste also das Ziel sein, das Lange/Vonder Mühll auch gut gelang. Über den Grossteil der Strecke trennte sie nur etwa eine Bootslänge von den Kroaten. Praktisch gleichauf mit diesen lagen allerdings auch noch die Independent Neutral Athletes. Auf dem letzten Streckenabschnitt wurde es für das frisch zusammengesetzte Schweizer Boot dann zunehmend schwierig, den führenden beiden Teams zu folgen und sie fokussierten sich auf die Abwehr der Neuseeländer, die ebenfalls eine lange eingespielte Mannschaft sind. Am Ende resultierte für die Schweiz der dritte Rang und damit Schlussrang 15.
Sevilla, 30. Mai 2026 / NS