World Rowing Cup I 2026 in Sevilla (E): Hochkarätiges Meldefeld
Artikel - World Rowing Cup I 2026 in Sevilla (E): Hochkarätiges Meldefeld
>> Bilder Sevilla 1. Training, 27. Mai 2026 (Detlev Seyb/Maren Derlien)
Die meisten Rudernationen lassen sich in diesem Jahr die Chance nicht entgehen, sich gleich beim ersten Weltcup mit den Besten der Welt zu messen. Daher ist beim internationalen Jahresauftakt in Sevilla ein hochklassiges Feld geboten, das auch zahlreiche Medaillengewinnerinnen und -gewinner sowie Finalplatzierte der letzten Weltmeisterschaften aufweist. Insgesamt nehmen 37 Nationen mit 499 Athleten am Weltcupauftakt 2026 teil. Viele Boote treten in identischer Formation an wie in der vergangenen Saison, was vorwiegend in den Kleinbooten der Fall ist. Einige Nationen nutzen wiederum die Gelegenheit, mehrere Teams in einer Kategorie zu melden, um im Wettkampf die schnellsten Kombinationen zu ermitteln.
SWISS ROWING setzt sowohl auf bewährte als auch auf neue Besetzungen. Dafür mussten sich alle Athletinnen und Athleten im Winterhalbjahr erneut dem internen Selektionsprozess stellen und ihre Stellung als schnellste nationale Kombination beweisen. Für sie alle gilt der Weltcup als Bewährungsprobe auf internationalem Niveau und ihr Abschneiden wird mit über die weiteren Teambildungsmassnahmen im Hinblick auf die Weltmeisterschaften entscheiden.
Zweier-ohne Männer
In gleicher Besetzung wie in der Saison 2025 tritt der Schweizer Zweier-ohne der Männer an. Die WM-Bronzemedaillengewinner des letzten Jahres, Patrick Brunner (Seeclub Sempach) und Jonah Plock (Ruderclub Rapperswil-Jona), treffen in ihrem Feld auf viele alte Bekannte. Darunter sind die Weltmeister aus Neuseeland und die auf einer Position umbesetzten Europa- und Vizeweltmeister aus Rumänen. Zu den weiteren Finalnationen aus Shanghai zählte auch Spanien. Es ist damit zu rechnen, dass der schon seit Jahren bestehende spanische Zweier vor Heimkulisse für Furore sorgen will.
Doppelzweier Frauen und Männer
Im Doppelzweier wird die Schweiz ebenfalls von den starken Kombinationen des letzten Jahres vertreten. Im Männer-Doppelzweier gehen die Weltcup-Gesamtsieger Raphaël Ahumada (Forward Rowing Club Morges) und Kai Schätzle (Seeclub Luzern) ins Rennen. Im Doppelzweier der Frauen sind es die WM-Viertplatzierten Fabienne Schweizer und Salome Ulrich (beide Seeclub Luzern).
Die Luzernerinnen Schweizer/Ulrich treffen in Sevilla wieder auf das Boot der Independent Neutral Athletes, das in Shanghai auf dem Platz vor ihnen Bronze ergattern konnte. Zwar treten die Weltmeisterinnen aus den Niederlanden in Sevilla im Einer gegeneinander an und die zweitplatzierten Chinesinnen nehmen nicht an der Regatta teil. Dafür stellen sich einige zusätzliche Knacknüsse. Die rumänischen Olympiasiegerinnen von Tokio und Vize-Olympiasiegerinnen von Paris im Doppelzweier kehren nach einem Jahr in anderen Bootsklassen wieder zum Skullboot zurück. Die Niederlande sind mit gleich drei Doppelzweiern vertreten, drei ihrer Athletinnen kommen aus dem amtierenden Weltmeister-Doppelvierer.
Die Aufgabe für Ahumada/Schätzle hat es auch auf Anhieb in sich. Bis auf die Iren sind sämtliche an der WM vor ihnen platzierte Teams vertreten. Nur die Spanier haben auf einem Platz umbesetzt. Zum Feld dazu stossen aber unter anderem auch die Serien-Olympiasieger aus Kroatien. Nach ihrem Ausflug in den Zweier-ohne und zuletzt in den Vierer-ohne setzen die Sinkovic-Brüder in diesem Jahr wieder auf den Doppelzweier. Mit grossem Interesse wird auch der niederländische Doppelzweier aus dem (unter anderem) frischgebackenen Ergometer-Weltrekordhalter und dem Vize-Olympiasieger und Weltmeister in dieser Bootsklasse verfolgt werden.
Herausgefordert werden Ahumada/Schätzle zusätzlich von einem weiteren Schweizer Boot. Auch Maurin Lange (Seeclub Luzern) tritt aktuell im Doppelzweier an. Nachdem sein ursprünglich nominierter Partner, Bojan Reuffurth (See-Club Zug), krankheitsbedingt pausieren muss, steigt Lange nun mit dem nachnominierten Donat Vonder Mühll (Grasshopper Club Zürich) ins Boot.
Doppelvierer Frauen
Der Frauen-Doppelvierer der Schweiz geht gegenüber der WM 2025 mit zwei Umbesetzungen ins Rennen. Die Schlagposition nimmt die Doppelvierer-erfahrene Luzernerin Lisa Lötscher ein, die in Shanghai im Zweier-ohne sass. Den Rücken gestärkt bekommt sie von ihrer Schwester Flavia Lötscher (beide Seeclub Luzern), die sich als U23-Ruderin für das Elite-Team empfehlen konnte. Vervollständigt wird das Quartett durch die bereits im letzten Jahr im Doppelvierer vertretenen Athletinnen Nina Wettstein (Seeclub Stäfa) und Olivia Nacht (Ruderclub Baden). Wie in den übrigen Bootsklassen ist die Konkurrenz auch im Doppelvierer stark. Auch wenn die Niederlande als Weltmeisternation hier „nur“ ein Nachwuchsboot schicken, sind sie auf dem Schirm zu behalten. Erst recht aber gilt das für die Britinnen als Vizeweltmeisterinnen und das deutsche Boot, das nur auf einer Position identisch ist. Mit Rumänien, Neuseeland und Kanada haben drei weitere WM-Finalnationen gemeldet.
Einer Frauen
Ein weiteres Schweizer Boot geht mit Aurelia-Maxima Janzen (Scuola Canottaggio Caslano e Malcantone) an den Start. Die mehrfache U23-Weltmeisterin hatte sich sich nach ihrem Olympiaeinsatz 2024 zunächst wieder auf den U23-Bereich fokussiert. Im Frauen-Einer trifft auch sie auf ein hochkarätig besetztes Teilnehmerinnenfeld. Neben den bereits erwähnten Niederländerinnen startet nach einjähriger Pause auch die Olympiasiegerin aus den Niederlanden wieder im Einer. Ebenfalls gemeldet sind mehrere Finalistinnen des Weltcups in Shanghai, darunter die irische Weltmeisterin sowie die britische Weltcup-Dominatorin.
Auch im Frauen-Einer ist die Schweiz mit einem zweiten Boot vertreten. Sofia Meakin (Club d’Aviron Vésenaz) ist als Ersatzfrau des Doppelvierers nominiert und nimmt als Racing Spare an der Regatta teil
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>> Aufgebot World Rowing Cup I Sevilla im Überblick