WM Shanghai: Zweier-ohne der Frauen und Männer sichern Halbfinaltickets

WM Shanghai: Zweier-ohne der Frauen und Männer sichern Halbfinaltickets

Artikel - WM Shanghai: Zweier-ohne der Frauen und Männer sichern Halbfinaltickets

Am ersten Wettkampftag der Ruder-WM zeigten die Schweizer Boote eine starke Form. Sowohl der Zweier-ohne der Frauen als auch der Zweier-ohne der Männer sicherten sich mit einem zweiten Rang in ihren Vorläufen den direkten Einzug in die Halbfinals. Der Doppelvierer der Frauen konnte die beste Leistung der Saison realisieren, verpasste aber mit einer Sekunde knapp den Einzug in den A-Final.

>> Bilder 21. September 2025

Frauen Zweier-ohne
Den Auftakt machte der Zweier-ohne der Frauen mit Célia Dupré (Club d'Aviron Vésenaz) und Lisa Lötscher (Seeclub Luzern). Das erste Frauen-Riemenboot aus der Schweiz an einer WM startete von Anfang an selbstbewusst ins Rennen. Mit den Rumäninnen hatten es Dupré und Lötscher gleich mit den Topfavoritinnen dieser Titelkämpfe zu tun. Die Europameisterinnen und Siegerinnen von Luzern nahmen ihre Favoritenrolle auch gleich an. Sie legten sich vom Start weg an die Spitze des Feldes, allerdings mit den beiden Schweizerinnen auf den Fersen. Nur wenig dahinter die Litauerinnen und das Boot aus Australien. Lediglich die Däninnen fielen bereits auf dem ersten Streckenabschnitt sichtbar zurück. Während sich die Rumäninnen vorne weiter absetzten, versuchten vor allem die Litauerinnnen weiter Druck auf Dupré/Lötscher auszuüben. 
Über die Mitte gelang es ihnen und sie konnten sich vorübergehend davor schieben. Doch das Schweizer Duo legte noch einmal zu und realisierte eine schnelle zweite Streckenhälfte, auf der sie das litausche Boot Schlag für Schlag auf Distanz brachte. So sicherte es sich den direkt halbfinalberechtigten zweiten Rang hinter den überlegenen Rumäninnen. 

Männer Zweier-ohne
Mit 21 startenden Nationen ging es im Zweier-ohne der Männer ebenfalls darum, sich zunächst einen Startplatz für den Halbfinal zu sichern. Im Vorlauf der Schweizer waren die Augen vor allem auf die Niederländer, ihres Zeichens Sieger der prestigeträchtigen Henley Royal Regatta, gerichtet. Diese legten sich dann auch schnell in Führung vor die beiden Schweizer, Patrick Brunner (Seeclub Sempach) und Jonah Plock (Ruderclub Rapperswil-Jona), die ihrerseits eine solide Startphase zeigten. In zweiter Position liegend fokussierten sich diese darauf, in ihr Rennen zu finden. Kontrolliert und nahezu gleichschnell wie die Niederländer gingen sie konstant und mit weniger als einer Sekunde Abstand von dem führenden Boot über die ersten 1500 Meter. Den schnellsten zweiten Streckenabschnitt allerdings realisierten die Franzosen auf Rang drei liegend. Damit fuhren diese eng auf das Führungsduo auf und brachten sich wieder ins Rennen um die ersten beiden Ränge ein. Das schnellste dritte Streckenviertel wiederum legten die Schweizer hin, gefolgt von den Franzosen. Mit den minimal abgebenden Niederländern wurde es auf die Ziellinie hin plötzlich noch einmal sehr eng. Zuerst schob sich die Schweiz vorbei an die Spitze und dann flogen die Franzosen mit einem engagierten Schlussspurt zuerst an den Niederländern und dann auch noch knapp an Brunner/Plock vorbei – Rang zwei für das Schweizer Duo hinter Frankreich und damit der direkte Halbfinaleinzug. Die Boote aus Hongkong und Korea hatten von Beginn an Mühe, den vorderen drei Booten zu folgen und hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts mehr zu tun.

Frauen Doppelvierer
Für den Schweizer Frauen-Doppelvierer bestand gegenüber den anderen Schweizer Booten ein weiteres Fragezeichen zu den oben genannten. Das Boot war nach dem Weltcup in Luzern noch einmal umbesetzt worden. Olivia Roth (Grasshopper Club Zürich), Sofia Meakin (Club d’Aviron Vésenaz), Nina Wettstein (Seeclub Stäfa) und Olivia Nacht (Ruderclub Baden) hatten noch keinen Wettbewerb in dieser Konstellation bestritten. Mit einem Feld aus zwölf teilnehmenden Nationen ging es zudem im Vorlauf sofort um den Einzug in den A- oder B-Final.
An die Spitze des Feldes legten sich anfangs die Kanadierinnen. Bei der 500 Meter lagen aber vier weitere Teams praktisch gleichauf. Mit kaum sichtbarem Abstand dahinter an zweiter Stelle die Rumäninnen, ebenso dicht gefolgt von der Ukraine und dahinter den Britinnen. Die Schweizerinnen auf Rang fünf lagen ebenfalls im Zehntelbereich dahinter. Nur etwas mehr Abstand hatten zu diesem Zeitpunkt bereits die Chinesinnen. Auf dem zweiten Streckenviertel dann legten die Britinnen zu und legten sich in Front, die Rumäninnen weiter an zweiter Stelle, während Kanada auf die dritte Position zurückfiel. Das Schweizer Quartett hatte für einen Moment Mühe das Tempo der anderen Boote mitzugehen und verlor etwa eine Sekunde auf die vorderen vier Boote. Auf der zweiten Streckenhälfte fand es dann wieder zu einer höheren Geschwindigkeit und legte die drittschnellste Abschnittszeit aller Boote vor. Während Grossbritannien und Rumänien die Spitze unter sich ausmachten, ging es eng dahinter noch um die schnellsten finalberechtigten Zeiten. Auch auf dem letzten Streckenviertel fuhr das Schweizer Boot die dritteschnellste Zeit und schob sich damit noch vor die Ukrainerinnen. Mit Schlussrang vier verpasste der Schweizer Doppelvierer trotz des besten Rennens der Saison aber schliesslich um eine Sekunde den Einzug in den A-Final, da Neuseeland im anderen Vorlauf etwas schneller war. 


Resultate 1. Vorlauftag, 21. September 2025

Frauen Zweier-ohne 
1. Maria Magdalena Rusu, Simona Radis (ROU) 06:51.72; 2. Lisa Lötscher, Célia Dupré (SUI) 06:59.23 => Halbfinal A/B; 3. Ugne Juzenaite, Kamile Kralikaite (LTU) 07:03.76; 4. Taylor Caudle, Eleanor Price (AUS) 07:09.32; 5. Clara Hornnaess, Frida Werner Foldager (DEN) 07:11.33

Männer Zweier ohne Steuermann
1. Florian Ludwig, Alistair Gicqueau (FRA) 06:19.99; 2. Jonah Plock, Patrick Brunner (SUI) 06:20.20 => Halbfinal A/B; 3. Ralf Rienks, Rik Rienks (NED) 06:21.35; 4. Ching Wong, Chi Fung Chan (HKG) 06:33.61; 5. Jogwon Moon, Minesong Kang (KOR) 06:40.59

Frauen Doppelvierer
1.Sarah McKay, Hannah Scott, Lola Anderson, Rebecca Wilde (GBR) 06:14.18; 2. Emanuela-Ioana Ciotau, Alexandra Ungureanu, Andrada-Maria Morosanu, Ioana Madalina Cornea (ROU) 06:15.36 ; 3. Caroline de Paiva, Cassidy Deane, Kristen Siermachesky, Alizee Brien (CAN) 06:17.84; 4. Olivia Nacht, Nina Wettstein, Sofia Meakin, Olivia Roth (SUI) 06:18.88 => Final B; 5. Daryna Verkhogliad, Diana Serebrianska, Kateryna Dudchenko, Yevheniia Dovhodko (UKR) 06:19.19; 6. Guoting Zhang, Xingyue Zhao, Siyuan Yu, Wanning Ren (CHN) 06:34.43

Startzeiten und Auslosung Schweizer Boote am 1. Vorlauftag, 21. September 2025 

Frauen Einer PR1: Claire Ghiringhelli
Preliminary race, 10:05 Uhr (Ortszeit) / 04:05 Uhr (CH-Zeit)
CHN, POL, EGY, KOR, SUI, UKR

Frauen Doppelzweier: Fabienne Schweizer/Salome Ulrich
1. Vorlauf, 10:37 Uhr (Ortszeit) / 04:37 Uhr (CH-Zeit)
FRA, GRE, USA, UZB, SUI, ROU   

Männer Doppelzweier: Raphaël Ahumada/Kai Schätzle
4. Vorlauf, 11:07 Uhr (Ortszeit) / 05:07 Uhr (CH-Zeit)
SUI, USA, GBR, ROU

Frauen Einer: Olivia Negrinotti
4. Vorlauf, 14:23 Uhr (Ortszeit) / 08:23 Uhr (CH-Zeit)    
SUI, BEL, DEN, AUS      

Männer Einer: Maurin Lange
5. Vorlauf, 14:55 Uhr (Ortszeit) / 08:55 (CH-Zeit)
SUI, SLO, NZL, IRQ, GBR, CHN
    

Zeitverschiebung
Shanghai hat die China Standard Time (CST) und ist der Schweiz sechs Stunden voraus. 


Shanghai, 21. September 2025 / NS