WM Shanghai: Brunner/Plock ziehen in den A-Final ein

WM Shanghai: Brunner/Plock ziehen in den A-Final ein

Artikel - WM Shanghai: Brunner/Plock ziehen in den A-Final ein

Am heutigen Dienstag standen im Shanghai Water Sports Center die ersten Halbfinalrennen an. Mit von der Partie und mit guten Chancen ausgestattet waren die beiden Schweizer Zweier-ohne. Der Männerzweier zeigte vom Start bis ins Ziel ein souveränes Rennen und zog mit einem zweiten Rang in den A-Final ein. Das Frauenboot konnte heute nicht an seine jüngsten Leistungen anknüpfen und wurde in den B-Final verwiesen.

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Die Bedingungen an diesem dritten Wettkampftag waren erneut gut – sommerlich warm, sehr hohe Luftfeuchtigkeit und mit einem leichten Seitenwind. Und damit gegenüber der Hitze der vergangenen Woche auch für Spitzenleistungen geeignet. Diese wurden dann auch viele Teams abgeliefert, die sich teils enge Rennen um die entscheidenden drei Plätze für den A-Finaleinzug lieferten. 

Männer Zweier-ohne 
Die Favoritenrolle im Zweier-ohne Halbfinale der Männer lag unbestritten bei den Europameistern aus Rumänien. Dahinter hätte man nach den Weltcup-Ergebnissen wohl die Schweizer auf der Liste gehabt. Allerdings waren diese im Vorlauf knapp von den Franzosen geschlagen worden, die nun ebenfalls wieder an der Startbrücke lagen. Auch von den weiteren Kandidaten – Litauen, Schweden und Grossbritannien – war ein starkes Rennen zu erwarten. 
Der Rennverlauf bestätigte dann die Rumänen sehr schnell in der Favoritenposition. Nach der Startphase hielten diese das Tempo hoch und verschafften sich zusehends Luft vor den folgenden Booten. Jonah Plock (Ruderclub Rapperswil-Jona) und Patrick Brunner (Seeclub Sempach) allerdings folgten sofort auf der zweiten Position und taten es den Rumänen gegenüber den weiteren Booten gleich. Nach 500 Metern hatten die Rumänen etwa eine Bootslänge Vorsprung auf die Schweizer und diese wiederum auf die Briten. Dahinter in engerem Abstand die weiteren drei Boote. Bis zur Streckenhälfte hatten sowohl die Rumänen als auch die Schweizer einen souveränen Streckenschlag auf hoher Geschwindigkeit etabliert. Der Abstand von Plock/Brunner auf die untereinander kämpfenden Boote drei bis sechs betrug bereits zwei Bootslängen. Ein komfortabler Vorsprung, um auch die Auseinandersetzung um den dritten Rang noch abzuwehren. Dieser setzte dann auch ein. Auf den letzten 500 Metern schoben sich die Litauer und Franzosen zuerst an den Briten und dann an den Schweden vorbei. Den längsten Atem hatten schliesslich die Litauer, die von Rang sechs auf den dritten Rang vorsprinten konnten. Die Distanz auf die Schweiz verkleinerte sich damit noch einmal beträchtlich, bertrug aber auf der Ziellinie immer noch fast eine ganze Bootslänge. Mit Rang zwei qualifizierten sich Brunner/Plock für den A-Final am Donnerstag. 

Frauen Zweier-ohne 
Auch im Rennen der Frauen stellte Rumänien das favorisierte Boot. Lisa Lötscher (Seeclub Luzern) und Célia Dupré (Club Aviron Vésenaz) konnten nach den Vorleistungen aber eine reale Chance auf den Finaleinzug zugestanden werden. 
Das schnellste erste Streckenviertel ging allerdings an die Tschechinnen, die sich auf der Aussenbahn in Front legten. Auf den mittleren beiden Bahnen zeichnete sich bereits nach 500 Metern – noch mit den Tschechinnen in Führung – eine Auseinandersetzung zwischen Italien und Rumänien ab. Auf den folgenden Metern schoben sich diese beiden Boote in Front und man hoffte, dass die Schweizerinnen, die auf der Bahn zwischen den Tschechinnen und den Rumäninnen lagen, den Schwung nach vorne mitgehen könnten. Doch Lisa Lötscher (Seeclub Luzern) und Célia Dupré (Club Aviron Vésenaz) fanden heute nicht optimal zu ihrem Rhythmus. Während sich Rumänien und Italien über die Mitte der Strecke in ihren Zweikampf verwickelten, in dem keiner nachgeben wollte, konnten zunächst noch die Tschechinnen am besten folgen. Das Schweizer Boot handelte sich bis zur Streckenhälfte bereits eine Länge auf den dritten Rang ein. In vierter Position liegend konnte man noch ein starkes drittes Viertel von den Schweizerinnen erwarten. Doch es gelang diesen heute nicht, noch einmal zuzulegen und so mussten sie auch die Britinnen noch ziehen lassen. Alles kam auf die letzten 500 Meter an. Am Ende aber waren es die Britinnen, welche die Tschechinnen vom dritten Rang verdrängen und damit in den A-Final einziehen. Nach Rang fünf bestreiten Lötscher/Dupré am Donnerstag den B-Final. 


Resultate Halbfinals Tag 1, 23. September 2025 
Männer Zweier-ohne 
1.Florin Arteni, Florin Sorin Lehaci (ROU) 06:21.99 ; 2. Jonah Plock, Patrick Brunner (SUI) 06:26.82 => Final A; 3. Armedas Kelmelis, Povilas Juskevicius, (LTU) 06:28.22, 4. Florian Ludwig, Alistair Gicqueau (FR) 06:29.47 ; 5. Jonas Richter, Hugo Nerud (SWE) 06:32.30; 6. James Vogel, Harry Geffen (GBR) 06:34.11 

Frauen Zweier-ohne 
1.Maria Magdalena Rusu, Simona Radis (ROU) 06:58.53 ; 2. Laura Meriano, Alice Codato (ITA) 07:04.48 ; 3. Elizabeth Witt, Jade Lindo (GBR) 07:07.99 ; 4. Anna Santruckova, Pavlina Flaminkova (CZE) 07:13.92 ; 5. Lisa Lötscher, Célia Dupré (SUI) 07:14..68 => B-Final; 6. Clara Hornnaess, Frida Werner Foldager (DEN) 07:22.05 

Viertel- und Halbfinals Mittwoch, 23.09.25 (Ortszeit) 
11:01 Uhr (4. Viertelfinal)      Männer Einer (Maurin Lange) 
11.18 Uhr (2. Halbfinal)          Männer Doppelzweier (Raphaël Ahumada/Kai Schätzle) 

Zeitverschiebung Shanghai hat die China Standard Time (CST) und ist der Schweiz sechs Stunden voraus.

Shanghai 23. September 2025 / NS