WM Amsterdam: Frauen-Doppelvierer mit Vorlaufsieg im Halbfinal
Am heutigen, zweiten Vorlauftag an den Weltmeisterschaften in Amsterdam waren die Schweizer Grossboote gefordert: Einsatz für den Doppelvierer der Frauen und der Männer. Die amtierenden Europameisterinnen Lisa Lötscher, Célia Dupré, Flavia Lötscher und Nina Wettstein starteten stark in die Regatta und qualifizierten sich mit einem Sieg direkt für den Halbfinal. Der Doppelvierer der Männer qualifizierte sich mit einem vierten Rang für den C-Final.
Die Bedingungen auf der Bosbaan in Amsterdam glichen heute dem Vortag. Wieder sorgte ein starker und böiger Gegenwind für schwierige Ruderbedingungen. Die Aufgabe war ebenfalls die gleiche. Es ging darum, möglichst einen der ersten beiden Plätze zu erreichen, um sich damit direkt für die Halbfinals zu qualifizieren. Alle weiteren Platzierten mussten auf eine der schnellsten Zeiten der Verbliebenen hoffen.
Für die Schweizer Frauen verlief das Rennen in dieser Hinsicht nach Wunsch. Sie setzten ihre Siegesserie nach den erfolgreichen Rennen an den Europameisterschaften fort und fuhren einen knappen Sieg vor dem Boot aus den USA ein.
Rennberichte (chronologisch)
Frauen-Doppelvierer
1. SUI, 2. USA, 3. IRL, 4. CHN
Der Schweizer Doppelvierer der Frauen startete heute in einem Vier-Boote-Lauf in die Regatta, bei insgesamt 14 teilnehmenden Nationen. Lisa Lötscher (Seeclub Luzern), Flavia Lötscher (Seeclub Luzern), Célia Dupré (Club d’Aviron Vésenaz) und Nina Wettstein (Seeclub Stäfa) trafen unter anderem auf die US-Amerikanerinnen, die in Abwesenheit der Schweiz Weltcup II gewonnen und sich zum Teil in Doppelzweiern in Luzern auf dem Podest platziert hatten. Sie waren die grosse Unbekannte in diesem Vorlauf. Boot drei und vier kamen aus Irland und China.
Den ambitioniertesten Start legten in diesem Rennen die Chinesinnen hin. Sie setzten sich für eine Weile an die Spitze, hatten aber den schnelleren Mannschaften aus der Schweiz und den USA schon bald nichts mehr entgegenzusetzen. Im zweiten Streckenviertel war es das Schweizer Boot, das sich an die Spitze setzte, gefolgt von den Amerikanerinnen mit mehr als einer Länge dahinter. Auch die Irinnen schoben sich an den Chinesinnen vorbei. Über die Mitte des Rennens gelang es den USA, sich immer näher an die Schweizerinnen heranzuschieben, die sich aber bis zuletzt an der Spitze halten konnten. Im Ziel betrug die Differenz noch wenige Hundertstel. Mit der zweitbesten Zeit aller Läufe – hinter dem Boot der Gastgeber aus den Niederlanden – qualifizierte sich das Schweizer Boot direkt für den Halbfinal am Freitag.
Nina Wettstein, SUI W4x: «Das Rennen war ein guter Einstand in die Regatta und es war wichtig zu sehen, dass wir auch im Gegenwind ein solides Rennen fahren können. Es gibt ein paar Dinge, die wir von heute mitnehmen können, um im Halbfinal den nächsten Schritt zu machen.»
Männer-Doppelvierer
1. CRO, 2. GBR, 3. EST, 4. SUI
Ebenfalls in einem Vier-Boote-Feld – bei insgesamt 19 gestarteten Booten – absolvierte der Schweizer Männer-Doppelvierer seinen Vorlauf. Maurin Lange (Seeclub Luzern), Raphaël Ahumada (Forward Rowing Club Morges), Bojan Reuffurth (Seeclub Zug) und Donat Vonder Mühll (Grasshopper Club Zürich) hatten mit dem britischen Boot, den Siegern von Luzern, und dem EM-Dritten aus Kroatien gleich zwei Schwergewichte im Lauf.
Die Initiative ergriffen die Kroaten, die sich schon auf dem ersten Streckenabschnitt um mehr als eine Bootslänge von den übrigen Booten absetzten. Dahinter folgten die Boote aus Grossbritannien und Estland praktisch gleichauf. Das Schweizer Boot verlor zu Beginn nur wenig auf die Boote auf den Rängen zwei und drei. Mit einer über die gesamte Strecke etwas niedrigeren Bootsgeschwindigkeit summierte sich der Rückstand aber über die Strecke. Während sich vorne die Briten näher an die Kroaten heranschoben, verloren auch die Esten etwas an Boden. Der Zieleinlauf sah die Kroaten und die Briten auf den beiden Qualifikationsplätzen, dahinter die Esten und dann die Schweizer. Das Schweizer Boot zog damit in den C-Final ein.
Amsterdam, 25. August 2026 / NS