Weltmeisterschaften Amsterdam: Doppelzweier der Frauen und Zweier-ohne der Männer stehen im Halbfinal
Doppelte Halbfinal-Qualifikation für SWISS ROWING zum Auftakt der Weltmeisterschaften in Amsterdam: Der Frauen-Doppelzweier mit Fabienne Schweizer und Salome Ulrich sowie der Männer-Zweier ohne Steuermann mit Patrick Brunner und Jonah Plock haben sich direkt für den Halbfinal qualifiziert. Der Frauen-Zweier ohne Steuerfrau rudert im C-Final.
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Die Vorläufe der diesjährigen Ruderweltmeisterschaften verteilen sich über mehrere Tage. Heute standen am späten Nachmittag zunächst die Zweier auf dem Programm. SWISS ROWING war mit drei Booten am Start.
Für den direkten Einzug in den Halbfinal war im Vorlauf jeweils ein erster oder zweiter Rang nötig beziehungsweise eine entsprechend schnelle Zeit unter den weiteren Platzierten. Angesichts der wechselnden und böigen Windverhältnisse war es heute besonders wertvoll, einen der beiden ersten Plätze zu erreichen: Die Bedingungen konnten sich von Rennen zu Rennen verändern. Dies gelang dem Frauen-Doppelzweier. Fabienne Schweizer und Salome Ulrich sicherten sich mit ihrem Vorlaufsieg direkt den Platz im Halbfinal. Der Männer-Zweier ohne Steuermann mit Patrick Brunner und Jonah Plock belegte Rang drei und qualifizierte sich über die Zeit ebenfalls für den Halbfinal. Für den Frauen-Zweier ohne Steuerfrau, Sofia Meakin und Olivia Roth, führte Rang sechs in den C-Final.
Damit ist der erste Schweizer Renntag in Amsterdam mit zwei direkten Halbfinal-Qualifikationen erfolgreich über die Bühne gegangen. Die Weltmeisterschaften werden in den kommenden beiden Tagen mit den weiteren Vorläufen der Schweizer Boote fortgesetzt.
Rennberichte (chronologisch)
Frauen-Zweier ohne Steuerfrau
1. CHI, 2. CZE 3. GER, 4. CRO, 5. RSA, 6. SUI
Im Zweier-ohne der Frauen standen heute 18 Nationen an der Startlinie. Olivia Roth (Grasshopper Club Zürich, Rudersektion) und Sofia Meakin (Club d’Aviron Vésenaz) trafen bei ihrem ersten Einsatz an dieser Regatta auf die starken Teams aus Tschechien, Deutschland und Chile sowie die Boote aus Kroatien und Südafrika. Die Favoritenrollen für die beiden Direktqualifikationen lagen bei den Chileninnen und den Tschechinnen. Zum Kreis der potenziellen A-Finalistinnen zählten vorab auch die Deutschen. Das Rennen entwickelte sich schnell gemäss der Prognose. In Front gingen die Tschechinnen, verfolgt von den Chileninnen. Das Schweizer Duo verlor schon im Startbereich wichtige Meter, die sich bei dem starken Gegenwind über die Strecke summierten. An der Spitze vollzog sich irgendwann ein Wechsel, als die Chileninnen unter Druck vom deutschen Boot an den Tschechinnen vorbeigingen. Die ersten beiden Ränge gingen damit an Chile und Tschechien vor dem deutschen Boot, das sich ebenso wie die viertplatzierten Kroatinnen über die Zeit qualifizierte. Roth und Meakin kamen als sechste hinter Kroatien und Südafrika ins Ziel und rudern damit am Mittwoch im C-Final.
Männer-Zweier ohne Steuermann
1. NZL, 2. CRO, 3. SUI, 4. SWE, 5. IND
19 Boote gingen heute im Zweier-ohne der Männer über die Strecke. Der Start in diese WM verlief für die Bronzemedaillen-Gewinner der letzten WM, Patrick Brunner (Seeclub Sempach) und Jonah Plock (Ruderclub Rapperswil-Jona), heute etwas holprig. Mit den amtierenden Weltmeistern aus Neuseeland hatten sie eins der Favoritenboote gleich neben sich in der Bahn. Die Neuseeländer legten sich auch schnell in Front, während die Schweizer sichtbar mit dem rauhen Wasser zu kämpfen hatten und nicht optimal zu ihrem Rhythmus fanden. Besser gelang das den Kroaten, die sich auf ihrer über die Mitte leicht windgeschützten Bahn von den Schweizern absetzen konnten. Vor ihnen liegend gelang es ihnen auch, auf dem Paradestück von Plock und Brunner, dem dritten Streckenviertel deren Angriffe abzuwehren. Für das Schweizer Duo resultierte schliesslich der dritte Rang hinter Neuseeland und den Kroaten, vor Schweden und Indien. Mit der zweitschnellsten Zeit der Drittplatzierten qualifizierten sie sich jedoch auch für den Halbfinal am Mittwoch.
Frauen-Doppelzweier
1. NED, 2. SUI, 3. ROU, 4. PAR
Der Vorlauf im Frauen-Doppelzweier sah heute ebenfalls 19 Boote über die Strecke gehen. Mit dem niederländischen Boot hatten Salome Ulrich und Fabienne Schweizer (beide Seeclub Luzern) heute die Topfavoritinnen dieser Kategorie im Lauf. Gegenüber den amtierenden Weltmeisterinnen galt es, möglichst auf Tuchfühlung zu bleiben und damit auch einen der sicheren beiden Qualifikationsplätze gegenüber den Booten aus Rumänien und Paraguay zu sichern. Das gelang den Schweizerinnen vom Start weg gut. Sie hielten sich knapp hinter den Niederländerinnen, während Rumänien und Paraguay dahinter einreihten. Mit zwei Sekunden Rückstand gegenüber den Niederländerinnen und einem Ticket für den Halbfinal überquerten Ulrich und Schweizer schliesslich als sichere Zweite die Ziellinie.
Zum Auftakt des Tages gewann Tim Roth (Grasshopper Club Zürich) heute das Rennen der Ersatzleute im Skiff.
Amsterdam, 24. August 2026 / NS