Vorlaufsieg und direkte Final-Qualifikation für den Vierer-ohne

Vorlaufsieg und direkte Final-Qualifikation für den Vierer-ohne

Artikel - Vorlaufsieg und direkte Final-Qualifikation für den Vierer-ohne

Mit seinem Vorlaufsieg und der direkten Final-Qualifikation unterstrich der Vierer ohne Steuermann mit Kai Schätzle, Patrick Brunner, Tim Roth und Joel Schürch seine Olympia-Ambitionen auf eindrückliche Art und Weise.

Im Fraueneiner qualifizierte sich Aurelia-Maxima Janzen als Zweitplatzierte für den Halbfinal. Ebenfalls Zweiter wurde der Frauen-Doppelzweier mit Jeannine Gmelin und Nina Wettstein. Der Doppelzweier der Leichtgewichte mit Olivia Nacht und Eline Rol belegte den dritten Rang. Beide Doppelzweier rudern am Montag im Hoffnungslauf um den Finaleinzug.


=> Bildergalerie Finale Olympia-Qualifikation, Luzern Rotsee, Sonntag, 19.05.2024 (Fotos: Detlev Seyb, Maren Derlien)

=> Bildergalerien Trainingsbilder Finale Olympia-Qualifikation (Fotos: Detlev Seyb, Maren Derlien)
Freitag, 17. 05.2024 / Samstag, 18.05.2024


183 Boote kämpfen vom 19. bis 21. Mai 2024 auf dem Luzerner Rotsee um die letzten 37 Startplätze für die Olympischen Spiele, die vom 26. Juli bis am 11. August 2024 in Paris stattfinden. Neben den vier bereits qualifizierten Schweizer Booten (M2-, LM2x, M4x, W4x) möchten sich vier weitere Schweizer Crews ein Olympia-Ticket sichern. In jeder Bootsklasse mit Schweizer Beteiligung werden noch zwei Startplätze vergeben.

Vierer-ohne: Vorlaufsieg – Tagesbestzeit – Final-Qualifikation
Im Vierer ohne Steuermann kämpfen insgesamt 11 Crews um die zwei verbleibenden Olympia-Startplätze. Dem jeweiligen Siegerboot der beiden Vorläufe winkte heute die direkte Final-Qualifikation. Grund genug, in einer Regatta, in der es um alles oder nichts geht, alle Hemmungen abzulegen. Mit einem souveränen Vorlaufsieg sicherte sich Italien den ersten Finalplatz.

Im zweiten Vorlauf gelang Deutschland zwar der beste Start, die Schweiz und Chile hefteten sich jedoch sofort an dessen Fersen. Nach 500 Metern lag der Rückstand bei 0,81 Sekunden für Chile und 0,83 Sekunden für die Schweiz. «Wir fühlten uns gut und motiviert und liessen uns vom schnellen Start der Deutschen nicht aus dem Konzept bringen», erklärte Schlagmann Kai Schätzle nach dem Rennen. Die Schweizer Crew fand im zweiten Streckenviertel einen flüssigen Rhythmus, erhöhte den Druck und setzte sich noch vor der Streckenhälfte an die Spitze, um diese bis ins Ziel nicht mehr abzugeben. Kai Schätzle: «Wir konnten uns gut von unserer Konkurrenz lösen und so die Kontrolle über das Rennen behalten.» Daneben ruderte Usbekistan ein beeindruckendes Rennen und platzierte sich bei Halbzeit noch vor Deutschland auf dem zweiten Rang.

Während die Schweizer vorneweg ihren Vorsprung weiter ausbauten, drehte Deutschland auf der zweiten Streckenhälfte nochmals auf, ruderte auf den zweiten Rang, muss aber am Montag trotzdem den Hoffnungslauf bestreiten. Die Schweiz realisierte derweil mit einer Zeit von 05:57.30 die Tagesbestzeit in dieser Bootsklasse - über eine Sekunde schneller als Italien im Rennen zuvor, was für den Showdown am Dienstagmittag (10.59 Uhr) einiges an Spannung verspricht.

Fraueneiner: Zweiter Rang und direkte Halbfinal-Qualifikation 
Auch wenn sich die ersten drei Ruderinnen des Vorlaufs für den Halbfinal vom Montag qualifizierten, liess sich Aurelia-Maxima Janzen in ihrem Rennen nicht zwei Mal bitten. Sie setzte sich vom Start weg an die Spitze, kontrollierte das Rennen von vorne und konnte so die hartnäckige Spanierin Virginia Rivas Diaz im Blick behalten. Alle Versuche aber, die Spanierin abzuschütteln, scheiterten. Im Gegenteil. Virginia Rivas Diaz schob sich schliesslich im letzten Streckenabschnitt an der Schweizerin vorbei und holte den Vorlaufsieg. Aurelia-Maxima Janzen reichte der zweite Rang aber vollends, um am Montag im Halbfinal um den Finaleinzug zu rudern.  

Frauen-Doppelzweier: Steigerungslauf zum zweiten Rang macht Lust auf mehr
Jeannine Gmelin und Nina Wettstein mussten in ihrem Vorlauf, in dem sich das Siegerboot direkt für den Final qualifizierte, gegen die Boote aus Deutschland und Südafrika antreten. Südafrika belegte an der WM 2023 den 12. Rang und hatte damit die Olympia-Qualifikation lediglich um einen Rang verpasst. Mit den Deutschen standen die Drittplatzierten des Weltcups in Varese am Start.

Während Südafrika der beste Start gelang, reihte sich die Schweizer Crew vorerst auf dem dritten Rang ein. Nach der Streckenhälfte legten Deutschland und die Schweiz zu. Südafrika wehrte sich nach Kräften. 500 Meter vor dem Ziel hatte sich Deutschland an die Spitze gesetzt. Jeannine Gmelin und Nina Wettstein gingen in einen langen Endspurt über, überholten Südafrika und attackierten Deutschland. Die deutsche Crew aber liess sich den direkten Finaleinzug nicht mehr nehmen und rettete sich mit einem Vorsprung von 0,48 Sekunden auf das Schweizer Boot ins Ziel. Die Schweizerinnen haben mit ihrem Spurt aber Stehvermögen auf hohem Niveau bewiesen und rudern am Montag im Hoffnungslauf um den Finaleinzug.

Frauen-Doppelzweier der Leichtgewichte: Dritter Rang und Hoffnungslauf
Olivia Nacht und Eline Rol trafen im heutigen Vorlauf mit den EM-Zweiten aus Griechenland und den Weltcup-Vierten (Varese) aus Australien auf harte Konkurrenz um einen direkten Finaleinzug, der nur dem Siegerboot beschieden war. Nicht überraschend ruderte Griechenland souverän zu einem Start-Ziel-Sieg. Dahinter waren die Positionen alsbald bezogen. Australien und die Schweiz belegten die weiteren Plätze, ohne die Griechinnen jemals gefährden zu können. Spanien belegte den vierten Rang. Australien, die Schweiz und Spanien rudern entsprechend am Montag um den Einzug in den Final.


Resultate Finale Olympia-Qualifikation, Rotsee Luzern, Sonntag, 19.05.2024:

Männer

Vierer ohne Steuermann (M4-)
Vorlauf
1. Schweiz (Kai Schätzle, Patrick Brunner, Tim Roth, Joel Schürch) 05:57.30 (=> Final); 2. Deutschland 06:01.81; 3. Usbekistan 06:05.39; 4. Chile 06:11.28; 5. Indonesien 06:27.79

Frauen

Einer (W1x)
Vorlauf
1. Virginia Diaz Rivas (ESP) 07:37.09; 2. Aurelia-Maxima Janzen (SUI) 07:37.63 (=> Halbfinal); 3. Nina Kostanjsek (SLO) 07:42.42; 4. Zoltana Gadanyi (HUN) 07:52.68; 5. Ghada Ibrahim (EGY) 08:06.79

Doppelzweier (W2x)
Vorlauf
1. Sarah Wibberenz / Frauke Hundeling (GER) 07:01.27; 2. Jeannine Gmelin / Nina Wettstein (SUI) 07:01.75 (=> Hoffnungslauf); 3. Katherine Williams / Paige Badenhorst (RSA) 07:03.49

Doppelzweier Leichtgewichte (LW2x)
Vorlauf
1. Zoi Fitsiou / Dimitra Eleni Kontou (GRE) 07:01.13; 2. Georgia Miansarow / Anneka Reardon (AUS) 07:05.73; 3. Olivia Nacht / Eline Rol (SUI) 07:08.79 (=> Hoffnungslauf); 4. Natalia Miguel Gomez / Teresa Diaz Moreno (ESP) 07:25.95


Startzeiten Hoffnungsläufe / Halbfinals am Montag, 20.05.2024:

10.06h W2x Jeannine Gmelin / Nina Wettstein (Hoffnungslauf)

10.42h W1x Aurelia-Maxima Janzen (Halbfinal)

10.48h LW2x Olivia Nacht / Eline Rol (Hoffnungslauf)


19.05.2024 / 17.50h / vdg