U23-WM Poznan: Aurelia-Maxima Janzen überlegen U23-Weltmeisterin
Artikel - U23-WM Poznan: Aurelia-Maxima Janzen überlegen U23-Weltmeisterin
>> Resultatblatt Skiff Frauen U23-WM Poznan 2025 (So, 27. Juli 2025)
>> Alle Resultate U23-WM Poznan vom Sonntag, 27. Juli 2025 (PDF)
>> Fotos U23-WM Poznan vom Sonntag, 27. Juli 2025
Aurelia-Maxima Janzen hatte sich dank einem Vorlaufsieg direkt für den A-Final qualifiziert und ihren Anspruch auf eine Medaille mit der schnellsten Vorlaufzeit aller Teilnehmerinnen angemeldet. Im zweitletzten Rennen der diesjährigen U23-WM in Poznan standen die sechs Einerfahrerinnen unter dem Kommando des Starters und bereiteten sich auf das 2000 Meter lange Rennen vor. Die Ruderinnen aus Irland, Australien, Paraguay, Griechenland und Deutschland vermochten sich für das Medaillenrennen zu qualifizieren. Den schnellsten Start erwischte die Griechin Elena Diavati, die versuchte, das Tempo von Aurelia-Maxima Janzen mitzugehen. Einen miserablen Start ins Rennen hatte die Australierin Romy Cantwell, die irgendwie hängen blieb in den ersten Schlägen und das Feld von hinten aufrollen musste. Aurelia-Maxima Janzen liess sich vom hohen Tempo der Griechin nicht beeindrucken und so erschienen die beiden Athletinnen fast zeitgleich bei der ersten Zwischenzeit. Auf dem zweiten Streckenviertel hatte Aurelia-Maxima Janzen die Führung im Rennen deutlich übernommen und war bei Streckenhälfte an erster Stelle, gefolgt von Griechenland und Australien. Paraguay, Deutschland und Irland schienen zu diesem Zeitpunkt bereits aus der Entscheidung um die Medaillenvergabe gefallen zu sein. Auf dem dritten Streckenviertel spielte Aurelia-Maxima dann ihre physische Stärke voll aus und ruderte diesen Abschnitt rund 4 Sekunden schneller als die zweitschnellste Athletin. Sie war mit Abstand das schnellste Boot im Rennen und vergrösserte dadurch ihren Vorsprung mit jedem Ruderschlag. In den Kameraaufnahmen konnte man gut erkennen, wie Janzen mit langen Schlägen den Konkurrentinnen enteilte und keinen Zweifel daran liess, wer dieses Rennen gewinnen sollte. Nach drei Vierteln der Strecke hatte Aurelia-Maxima Janzen bereits einen Vorsprung von knapp sechs Sekunden auf die zweitplatzierte Griechin. Auch auf dem letzten Streckenabschnitt war Janzen die schnellste Athletin und vergrösserte bis ins Ziel ihren Vorsprung auf etwas mehr als 10 Sekunden. Damit hatte sie den grössten Vorsprung einer A-Finalsiegerin der ganzen Regatta herausgerudert, was die eindrückliche Leistung in diesem A-Final unterstreicht. Sie war heute eine Klasse für sich. Auf den weiteren Medaillenplätzen kamen Griechenland und Australien im Ziel an.
Nach 2023 ist es somit der zweite U23-Weltmeistertitel im Frauen-Einer von Aurelia-Maxima Janzen. Insgesamt war es ihre fünfte Teilnahme an einer U23-WM, wobei sie bei allen Teilnahmen entweder die Gold- (2023, 2025) oder die Silbermedaille (2021, 2022, 2024) gewann. Auch eine solche Serie ist im internationalen Rudersport wohl einzigartig und verdient höchsten Respekt.
Sechster Platz für den Männer-Doppelvierer
Der Männer-Doppelvierer mit Gian Luca Egli, Shamall Suero Santana, Donat Vonder Mühll und Nicolas Berger schaffte gestern dank einem dritten Rang im Halbfinal den Einzug in den grossen Final. Im heutigen Rennen kam der Schweizer Doppelvierer aber von Anfang an unter Druck und ruderte an sechster Position. Bis zur Streckenhälfte blieb das Feld der sechs Boote aber nahe beisammen. Angeführt wurde das Rennen von den Gastgebern und Titelverteidigern aus Polen. Auch der tschechische Doppelvierer blieb immer in Tuchfühlung mit den Polen und setzte auf dem letzten Viertel zum grossen Angriff an. Mit einem eindrücklichen Antritt vermochten sie das polnische Boot zu überholen und ruderten zum Weltmeistertitel. Polen kam an zweiter Stelle und Deutschland an dritter Position im Ziel an. Lange Zeit lieferten sich die vier Schweizer mit dem Boot besetzt mit individuellen, neutralen Athleten ein enges Rennen. Aber auf den letzten 500 Metern vermochte der Schweizer Doppelvierer das Tempo nicht mehr mitzugehen und musste die anderen Boote ziehen lassen. So blieb dem Schweizer Doppelvierer der sechste Finalrang in der stark besetzten Doppelvierer-Konkurrenz.
Der Frauen-Doppelvierer mit Flurina Parrillo, Lotta Plock, Seraina Stirnimann und Zoé Heer hatte im Vorlauf die Finalqualifikation um 1.5 Sekunden verpasst und ruderte heute im B-Final gegen Rumänien. Die vier Schweizerinnen machten von Anfang an klar, wer das Rennen gewinnen sollte und distanzierten die Rumäninnen bis ins Ziel mit 15 Sekunden. Damit feierten die Schweizerinnen den Sieg im B-Final und schliessen die Regatta somit auf Rang 7 ab.
Resultate Rennen mit Schweizer Beteiligung: U23-Weltmeisterschaft Poznan vom So, 27. Juli 2025
Skiff Frauen U23 (A-Final): 1. Aurelia-Maxima Janzen (SUI) 7:39,10; 2. Elena Davati (GRE) 7:49,16; 3. Romy Cantwell (AUS) 7:52,60; 4. Nicole Martinez (PAR) 7:58,11; 5. Rianne Lagerpusch (GER) 8:00,17; 6. Holly Davis (IRL) 8:02,48.
Doppelvierer Männer U23 (A-Final): 1. Tschechien 5:50,95; 2. Polen 5:51,61; 3. Deutschland 5:53,52; 4. Grossbritannien 5:55,57; 5. Individuelle neutrale Athleten (AIN) 5:56,20; 6. Schweiz (Gian Luca Egli, Shamall Suero Santana, Donat Vonder Mühll, Nicolas Berger) 6:07,65.
Doppelvierer Frauen U23 (B-Final): 1. Schweiz (Flurina Parrillo, Lotta Plock, Seraina Stirnimann, Zoé Heer) 6:51,38. 2. Rumänien 7:06,57.
Sarnen, 27. Juli 2025/cs.