U23-WM Duisburg: Rang fünf für Männer-Doppelvierer als Top Ergebnis

Die U23-Weltmeisterschaften enden für die Schweizer Delegation ohne Medaillengewinn. Das beste Resultat erzielte der Männer-Doppelvierer mit Rang fünf im A-Finale. 
 

🔗 Resultate U23 WM Duisburg (worldrowing.com)
 

Nach ihrem starken Auftritt beim Weltcup auf dem Rotsee war der Schweizer U23-Doppelvierer der Männer mit berechtigten Hoffnungen an die Titelkämpfe nach Duisburg gereist. Hier qualifizierte er sich denn auch für den A-Final – als einziges Schweizer Boot. Im Finale fanden Constantin Feuerstein (GC Zürich), Nicolas Chambers (CA Vevey), Alexander Bannwart (SC Stansstad) und Ivo Löpfe (SC Zug) jedoch nicht den Anschluss an die Medaillenplätze. Bereits bei der ersten Zwischenzeit lag das Boot zurück und konnte den Rückstand im weiteren Rennverlauf nicht mehr entscheidend verkürzen.

An der Spitze entwickelte sich sehr schnell ein Dreikampf zwischen Polen, Deutschland und Grossbritannien. Dahinter bildeten die Schweiz, Tschechien und das neutrale Athletenteam (AIN2) eine zweite Gruppe. Bis zur 1'500-Meter-Marke änderte sich an dieser Konstellation kaum etwas. Auf den letzten 500 Metern erhöhten Grossbritannien und Deutschland nochmals die Schlagzahl und setzten sich weiter vom Feld ab. Grossbritannien sicherte sich den U23-Weltmeistertitel mit etwas mehr als einer Sekunde Vorsprung vor Deutschland, Polen gewann Bronze. Für die Schweizer verlief der Endspurt unglücklich: Kurz vor dem Ziel zog auch das neutrale Athletenteam (AIN2) noch vorbei, sodass für den Männer-Vierer Rang fünf resultierte.

Kleine Finals 
Am Samstagvormittag standen zunächst zwei Schweizer Crews in den B-Finals im Einsatz. Der Männer-Vierer ohne Steuermann mit Moritz Petry (Basler RC), Matteo Müller (SC Sursee), William McClean (Lausanne Sports, SA) und Emil Fassone (SC Biel) belegte in einem von Deutschland dominierten Rennen den sechsten Platz (Gesamtrang 12).

Der Frauen-Doppelzweier mit Flurina Parrillo (SC Sempach) und Aurelia Benati (RC Bern) startete taktisch etwas verhalten in sein B-Final und verlor damit früh den Anschluss an die Spitze. Über die Strecke fanden die beiden nicht die Mittel, diesen wieder herzustellen. So klassierten sie sich schliesslich auf Rang fünf. Vor den Schweizerinnen lagen Belgien, Deutschland, Italien und das erste neutrale Athletenteam (AIN1).

Am Sonntag stand noch der B-Final im Leichtgewichts-Einer der Männer mit Dario Schuler (RC Reuss Luzern) an. Nach Rang sechs im Halbfinale belegte Schuler diesen Rang auch im B-Finale (Gesamtrang 12).

Bereits am Freitag hatte der Frauen-Vierer ohne Steuermann sein C-Finale bestritten. Nach einem schwierigen Vorlauf fand die Crew mit Katarina McMahon, Manon Field (beide Belvoir RC Zürich), Lotta Plock (RC Rapperswil-Jona) und Soley Rusca (CC Lugano) hier bereits deutlich besser zu ihrem Rhythmus und konnte eine Leistungssteigerung zeigen, die zum Sieg im C-Finale führte – vor Deutschland und Polen (Gesamtrang 13).

Der Männer-Doppelzweier mit Ondrej Zedka (Lausanne Sports, SA) und Noah von Travel (RC Bern) musste sich mit dem D-Finale und Gesamtrang 22 begnügen. Seraina Stirnimann (SC Sempach), die als Racing Spare die Regatta im Frauen-Einer bestritt, war im Vorlauf gekentert und ruderte daraufhin ebenfalls im D-Final. Hier gewann sie souverän gegen ihre einzige Kontrahentin aus Portugal (Gesamtrang 19).

Damit blieb das gesamte Schweizer Team an diesen U23-Weltmeisterschaften hinter den eigenen Zielen zurück. 

Sarnen, 28. Juli 2026 / NS

Bilder U23-WM Duisburg vom 25./26. Juli 2026 (Fotos: Detlev Seyb/Maren Derlien)