U23-EM Kruszwica: Kompletter Medaillensatz für die Schweizer Frauen

U23-EM Kruszwica: Kompletter Medaillensatz für die Schweizer Frauen

Artikel - U23-EM Kruszwica: Kompletter Medaillensatz für die Schweizer Frauen

kruszwica
Pascale Walker dominierte den Final im Frauen-Einer und holte sich die Goldmedaille. Lara Eichenberger ruderte im Skiff Frauen Leichtgewichte auf den zweiten Platz. Debora Hofer und Fabienne Schweizer sicherten sich im Frauen-Doppelzweier Bronze. Frauen-Power total.

An der U23-Europameisterschaft im polnischen Kruszwica gab es für das Schweizer Team drei Medaillen zu feiern. Pascale Walker siegte im Frauen-Einer und holte sich somit zum Abschluss ihrer U23-Karriere die Goldmedaille und ihren ersten internationalen Meistertitel. Im Frauen-Einer der Leichtgewichte holte sich Lara Eichenberger die sehr gute Silbermedaille in ihrem ersten internationalen Wettkampf als Skifferin. Debora Hofer und Fabienne Schweizer erkämpften sich die Bronzemedaille im Frauen-Doppelzweier. Alle sechs Schweizer Boote klassierten sich in den Top 7.

Trockenes Herbstwetter mit moderaten Temperaturen und weit weniger Gegenwind als noch gestern Samstag in den Qualifikationsläufen herrschte am Sonntag für die Finalrennen der U23-EM im polnischen Kruszwica. Eine Regattastrecke idyllisch gelegen in einem Seen-System und einem Regattaplatz in einer hübschen Parkanlage und den Infrastrukturen des lokalen Ruderclubs bildeten das Spielfeld dieser kontinentalen Meisterschaften.

Pascale Walker ist U23-Europameisterin im Frauen-Einer
Pascale Walker (Ruderclub Zürich) bestritt heute ihr letztes Rennen in der U23-Kategorie. Die Zweite der U23-Weltmeisterschaft liess sich vom schnellen Start ihrer Gegnerin aus der Ukraine nicht beirren und ruderte ihr Rennen konsequent. Auf dem zweiten Streckenviertel übernahm sie die Führung und lieferte auf dem zweiten, dritten und vierten Streckenviertel mit Abstand die besten Abschnittszeiten. Die Konsequenz daraus war ein gewaltiger Vorsprung von 13 Sekunden auf ihre Verfolgerinnen aus Bulgarien und Russland. Es war eine eindrückliche Vorstellung von Pascale Walker, die somit nach der Silbermedaille an der U23-WM ihre erste internationale Meisterschafts-Goldmedaille zu gewinnen vermochte.

Silbermedaille für Lara Eichenberger im leichten Frauen-Einer
Lara Eichenberger (Ruderclub Zürich) bestritt ihr erstes grosses internationales Rennen im Einer an dieser U23-EM. Nach einem schnellen Start führte Eichenberger bis zur Streckenhälfte, ehe die Norwegerin Lund mit kräftigem Beinstoss viel Bootsgeschwindigkeit zu erzeugen vermochte im Gegenwind und die Führung im Rennen übernahm. Lara Eichenberger versuchte nochmals zur Norwegerin aufzuschliessen und gleichzeitig die Sprints der direkt hinter ihr rudernden Booten aus Deutschland und Schweden abzuwehren. Norwegen war zuerst im Ziel. Lara Eichenberger wurde mit eineinhalb Bootslängen Rückstand sehr gute Zweite und Schweden holte sich den dritten Platz.

Bronze für den neu formierten Doppelzweier Hofer/Schweizer
Für die U23-EM wurde der Frauen-Doppelzweier neu formiert. Fabienne Schweizer (Seeclub Luzern), normalerweise in der Leichtgewichts-Kategorie am Start, setzte sich mit Debora Hofer (Seeclub Thun) in den Frauen-Doppelzweier der offenen Klasse. Die neue Kombination harmonierte von Beginn weg gut und qualifizierte sich gestern direkt für das A-Finale. Im heutigen Finale startete das Schweizer Boot gut ins Rennen und lag zunächst an der zweiten Stelle. Im zweiten Streckenviertel war dann aber das Boot aus Griechenland, Bronzemedaillengewinnerinnen der U23-WM, rund eine Bootslänge schneller unterwegs und verdrängte die Schweizerinnen auf den dritten Platz. Das Rennen wurde vom Start weg von den U23-Weltmeisterinnen aus Weissrussland angeführt und letztlich auch gewonnen. Für die neu formierte Crew mit Fabienne Schweizer und Debora Hofer ist der Gewinn der Bronzemedaille ein sehr gutes Resultat und konnte im Vorfeld der Regatta so nicht erwartet werden. Ebenfalls eine Medaille im Visier hatte der ungesteuerte Vierer mit Joshua Meyer (GC Zürich, Morton Schubert (SC Stäfa), Benjamin Hirsch (RC Uster) und Scott Bärlocher (RC Baden). Das heutige Rennen verlief einiges besser als der Vorlauf gestern und für einige Zeit schien es, dass der Schweizer Vierer dem auf Bronzekurs liegenden Boot aus Kroatien noch gefährlich werden könnte. Letztlich war es ein vierter Platz für den Schweizer Vierer-ohne.

Zwei B-Final-Siege für die Männer-Skiffiers
Die beiden Männer-Skiffiers schlossen die U23-EM mit einem feinen Sieg in den B-Finals ab. Sowohl Julian Müller (Seeclub Luzern) als auch Niklaus Haberthür (Seeclub Luzern) gewannen ihre B-Finals in überzeugender Manier und sorgten damit dafür, dass alle Schweizer Booten eine Rangierung in den Top 7 erzielen konnten an dieser ersten U23-Europameisterschaft der Rudergeschichte.

U23-Europameisterschaften Kruszwica (Polen) vom 2./3. September 2017. Resultate Sonntag, 3. September 2017

Einer Frauen, Final A: 1. Pascale Walker (Sz) 8:17,74. 2. Desislava Georgieva (Bul) 8:30,76. 3. Ekaterina Pitirimova (Rus) 8:32,00. 4. Zoltana Gadanyi (Un) 8:35,53. 5. Katerina Dudchenko (Ukr) 8:37,37. 6. Nurit Bezdesky (Isr) 8:41,31.

Einer Frauen Leichtgewichte, Final A: 1. Maia Lund (No) 8:41,40. 2. Lara Eichenberger (Sz) 8:44,93. 3. Lovisa Wallin (Sd) 8:47,81. 4. Johanna Reichert (De) 8:49,59. 5. Stine Mathiasen (Dä) 8:51,52. 6. Veranika Lebedzewa (WRuss) 9:05,88.

Doppelzweier Frauen, Final A: 1. Tatsiana Klimovich/Krystina Staraselets (WRuss) 7:34,72. 2. Maria Kyridou/Dimitra-Sofia Tsamapoulou (Griech) 7:39,22. 3. Fabienne Schweizer/Debora Hofer (Sz) 7:41,77. 4. Rebekka Wiberg-Bugge/Jenny Roervik (No) 7:43,59. 5. Vivien Preil/Kitti Horvath (Un) 7:44,49. 6. Anna Korenkova/Elena Daniliuk (Rus) 7:47,69.

Vierer ohne Steuermann Männer, Final: 1. Rumänien (Semciuc, Chioseaua, Tanasa, Bejan) 6:20,21. 2. Litauen (Giedrius, Stankunas, Juskevicius, Ilonis) 6:24,97. 3. Kroatien (Loncaric, Loncaric, Grgic, Ipsa) 6:29,33. 4. Schweiz (Joshua Meyer, Morton Schubert, Benjamin Hirsch, Scott Bärlocher) 6:32.64. 5. Ungarn (Nemeth, Gerei, Hopp, Fulop) 6:42,43.

Einer Männer Leichtgewichte, Final B (Ränge 7-12): 1. Julian Müller (Sz) 7:49,90. 2. Dariusz Paczowski (Pol) 7:50,28. 3. Aliaksandar Pashkevic (WRuss) 7:55,07. 4. Mads Petersen (Dä) 8:02,08. 5. Gabriel-Ionut Cazacu (Rum) 8:04,89. 6. Alexander Kozelskiy (Rus) 8:12,85.

Einer Männer, Final B (Ränge 7-12): 1. Niklaus Haberthür (Sz) 7:42,46. 2. Yahor Maziarkin (WRuss) 7:44,50. 3. Lukas Reim (Ö) 7:45,16. 4. Dusan Slavnic (Serb) 7:47,36. 5. Joonas Jousimo (Fin) 7:51,83. 6. Armandas Kelmelis (Lit) 7:55,68.

Kruszwica, 3. September 2017/cs.