U19-WM Trakai: Doppelvierer steht im A-Final
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Der Schweizer Doppelvierer ging seinen Halbfinal sichtbar entschlossen an. Auf einer der beiden Mittelbahnen positioniert hatten Gabriel Hars (CA Vésenaz), Moritz Petry (Basler Ruder-Club), Matteo Müller (Seeclub Sursee) und Constantin Feuerstein (GC Zürich) ihre Gegner gut im Blick und versuchten, das Tempo vom Start weg mitzugestalten. Die Vorlaufzeiten hatten gezeigt, dass ihnen auch als amtierender Vizeeuropameister hier nichts geschenkt würde. Mit hoher Frequenz ging es also auf die erste Abschnittszeit zu. Diese stoppte zuerst für die Lokalmatadoren aus Litauen, die ebenfalls mutig in das Rennen gestartet waren. Auf Rang drei lagen zu diesem Zeitpunkt die Rumänen, gefolgt von den Deutschen - alle vier Boote aber annähernd gleichauf.
Die drei erstplatzierten Boote hielten die Frequenz auch auf dem zweiten Streckenviertel weiter hoch. Nur das deutsche Team schlug auffällig tiefer. Mit langen, kräftigen Schlägen trieb es sein Boot bis zur Streckenhälfte an den drei Konkurrenten vorbei an die Spitze des Feldes. Im weiteren Rennverlauf konnten sich die Deutschen zusammen mit den Rumänen auch etwas von den folgenden beiden Booten absetzen. Dahinter lieferten sich die Schweiz und Litauen sich ein äusserst enges Rennen um Platz drei. Irland und Serbien waren bereits weiter abgefallen. Sowohl bei der 1000 Meter- als auch bei der 1500 Meter-Marke lagen die Schweizer und die Litauer nur durch wenige Hundertstel getrennt auf einer Höhe. Es sollte eine Entscheidung auf der Linie werden, und diese ging mit einer Zehntel Vorsprung zugunsten der Schweizer aus. Den Sieg holte sich die deutsche Mannschaft, den zweiten Rang sicherten sich die Rumänen.
Auch Sebastiano Wicki hatte sich mit einem Sieg im Vorlauf die Chance erarbeitet, sein Rennen auf einer der Mittelbahnen zu absolvieren, eingerahmt vom Ruderer aus Deutschland und dem Norweger. Den Turbo zündete am Start aber ein anderer - der Ruderer auf der Bahn sechs aus den USA. Dieser enteilte den gleichauf mit dem Deutschen liegenden Wicki bis zur ersten Abschnittszeit schon um zwei Sekunden. Auch bei Streckenhälfte hatte sich an dieser Führung noch nichts geändert. Zwischen Deutschland und der Schweiz lagen hier allerdings auch schon zwei Sekunden, knapp hinter Wicki auf Rang vier immer noch der Norweger. Dieser konnte auf der Streckenhälfte dann aber eine höhere Streckengeschwindigkeit unterhalten und zog mit dem Schweizer gleichauf. An die Spitze des Feldes hatte sich unterdessen der Deutsche gesetzt, während der US-Amerikaner zusehends Mühe bekam, das Tempo zu halten und begann weiter zurückzufallen. Im finalen Sprint um die Plätze war es der Norweger, der noch einmal am meisten mobilisieren konnte. Er zog auch noch an dem Amerikaner vorbei auf den zweiten Rang. Gegen diesen wurde es dann für Wicki auf den letzten Schlägen noch einmal knapp. Am Ende trennten ihn aber 1.5 Sekunden vom Einzug in den A-Final.
Hinweis: Aufgrund des aktuellen Wetterberichts wurden die morgigen Finalläufe vorverlegt und starten in kürzeren Abständen.
Neue Startzeiten der Schweizer Boote am Sonntag, 10. August 2025 (Schweizer Zeit):
08:30 Uhr: Final B, JW 2x
08:35 Uhr: Final B, JM 2x
08:45 Uhr: Final B, JM 1x
10:07 Uhr: Final A, JM 4x
Sarnen, 9. August 2025 / NS