U19-WM Plovdiv: Zwei Boote stehen in den Halbfinals, zwei in den Viertelfinals
Am heutigen Vorlauftag in Plovdiv gelang es vier der fünf Schweizer Boote, sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Die beiden Einer, Olivia Leunig und Rémy Christ, bewerkstelligten den Einzug in die Viertelfinals sogar mit einem Sieg. Bereits in die Halbfinals rückten der Doppelvierer der Juniorinnen und der Vierer ohne der Junioren vor.
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🔗 Startliste Freitag, 7. Juli 2026
Bei fairen aber heissen Bedingungen fanden heute in Bulgarien die Vorläufe der U19-WM statt. Alle fünf Schweizer Boote standen bereits im Einsatz.
RENNBERICHTE (chronologisch)
Juniorinnen-Einer
1. SUI, 2. GER, 3. CRO, 4. TUR, 5. PAR, 6. TUN
Olivia Leunig (Seeclub Küsnacht) gestaltete ihr Rennen heute zuerst aus der zweiten Reihe. Über zwei Drittel der Strecke hinweg hielt sie sich mit langen und kontrollierten Schlägen in der dritten Position hinter der Ruderin aus der Türkei und aus Deutschland. Die weiteren drei Ruderinnen lagen bereits nach der ersten Streckenhälfte deutlich zurück. Doch dann begann die Küsnachterin aufzudrehen und schob sich mit einem langgezogenen Schlusssprint zuerst an der deutschen Ruderin und dann an der führenden Türkin vorbei, die zuletzt sogar auf den vierten Rang zurückfiel. Olivia Leunig zog schlussendlich mit der schnellsten Vorlaufzeit über alle Läufe in den morgigen Viertelfinal ein.
Junioren-Einer
1. SUI, 2. ITA, 3. EST, 4. JPN, 5. MAR
Rémy Christ (Seeclub Biel) schien sich die Taktik von Olivia Leunig abgeschaut zu haben. Auch er hielt sich zu Beginn etwas im Hintergrund und liess den Italiener vor sich gewähren. Über die Mitte der Strecke hinweg nahm der Bieler aber dann das Heft in die Hand und setzte sich an die Spitze des Fünf-Boote-Feldes. Daran änderte sich auch bis ins Ziel nichts mehr, sodass Rémy Christ sich auf direktem Weg für den morgigen Viertelfinal qualifizierte.
Junioren-Vierer ohne
1. FRA, 2. NZL, 3. SUI, 4. ROU, 5. SRB
Im Vierer ohne der Junioren traf das Boot von SWISS ROWING heute auf Boote aus Frankreich, Neuseeland, Rumänien und Serbien. An die Spitze des Feldes setzte sich zunächst das neuseeländische Team vor den Franzosen. Tino Herrmann, Luca Krauser, Tim Weber (alle Basler Ruder-Club) und der eingewechselte Ersatzmann David Wagner (Seeclub Luzern) reihten sich bald im Mittelfeld ein, zusammen mit den Crews aus Serbien und Rumänien. Das serbische Boot fiel zuerst zurück und machte das weitere Rennen zu zwei Duellen, die vorne zwischen Neuseeland und Frankreich und in der Mitte zwischen der Schweiz und Rumänien ausgetragen wurden. Den Kampf um die Spitze entschieden die Franzosen vor den Neuseeländern, während der dritte Rang an die Schweiz ging und dank der Zeit in den Halbfinal führte.
Juniorinnen-Doppelvierer
1. GBR, 2. CZE, 3. SUI, 4. GRE // 5. BUL, 6. RSA
Die bestimmenden Nationen im Doppelvierer der Frauen U19 waren im Vorlauf der Schweizerinnen heute Grossbritannien und Tschechien. Zunächst legten sich die Tschechinnen an die Spitze, die aber auf der zweiten Streckenhälfte von den Britinnen dort abgelöst wurden. Das Schweizer Boot mit Tanya Brendle (Ruderclub Cham), Anouk Lüthi (Solothurner Ruderclub), Eliora Camp (Société Nautique Genève, SA) und Lilly Eggenschwiler (Seeclub Wädenswil) brachte sich recht bald auf dem dritten Rang in Stellung und gab diesen gegenüber Griechenland, Bulgarien und Südafrika, die sich ebenfalls auf ihren Positionen einrichteten auch bis ins Ziel nicht mehr ab. Mit der siebtschnellsten Zeit aller Boote zogen die Schweizerinnen in den Halbfinal ein.
Junioren-Doppelvierer
1. DEN, 2. USA, 3. CRO, // 4. ROU, 5. MDA, 6. SUI
Im dritten Vorlauf des Junioren-Doppelvierers sah man heute eine besonders starke Leistung des Teams aus Dänemark. Die Drittplatzierten der U19-EM suchten von beginn an die Spitze des Feldes und verteidigten diese auch gegenüber den USA und Kroatien , die sich einen anhaltenden Bord-an-Bord-Kampf lieferten. Das Schweizer Boot mit Jonas Fröhndrich (Ruderclub Thalwil), Lucas Jordil (Seeclub Richterswil), Alexander Bodmer (Grasshopper Club Zürich) und David Bisang (See-Club Zug) lag den Grossteil des Rennens auf dem vierten Rang. Nach einem medizinischen Zwischenfall im Schweizer Boot kurz vor der 1500-Meter-Marke musste allerdings einer der Athleten durch die Rettungskräfte aus dem Boot genommen werden. Die übrigen drei beendeten das Rennen daraufhin zu dritt.
Den C-Final wird das Team mit Rücksicht auf die Gesundheit des Ruderers nicht bestreiten.
Sarnen, 6. Juli 2026 / NS