SWISS ROWING Wanderfahrt Thuner- und Brienzersee: Familientreffen im Berner Oberland
Die diesjährige Frühlings-Wanderfahrt von SWISS ROWING führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diesmal auf den Thuner- und Brienzersee. Organisatoren und Gastgeber waren der Seeclub Interlaken und der Ruderclub Thun, die am 16. und 17. Mai ihr traumhaftes Ruderrevier präsentierten.
(Version française ci-dessous)
Auch zu dieser Wanderfahrt gibt es hier wieder einen Bericht plus einige Stimmen direkt aus den Reihen der Teilnehmenden. Ein grosses Dankeschön von SWISS ROWING dafür wie natürlich auch an die emsigen Organisatoren und alle, die dabei waren.
Ein Familientreffen im Berner Oberland (version français si dessous)
(Bernhard Schweizer, Teilnehmer) Erich Pfister hat es gestern Abend bei unserem gemeinsamen Abendessen mit Chili con/sin Carne sehr treffend ausgedrückt: Wir sind eine Rudersportfamilie. Es ist wunderbar, Ruderfreunde aus der ganzen Schweiz zu treffen, neue Gewässer zum ersten Mal zu entdecken oder mit ebenso viel Freude dorthin zurückzukehren. Für mich sind diese gemeinsamen Ausflüge, diese "Familientreffen", so weit wie möglich feste Termine in meinem Kalender.
"Hey Bernhard, wie geht’s?", grüssten mich meine Freunde vom Neuenburgersee und vom Genfersee. Genau das macht die Schweiz aus und genau das lebt unser Verband! Diesmal habe ich in Thun und Interlaken gespürt, dass die Ruderfamilie über Sprachgrenzen hinweg immer mehr zusammenwächst.
Das Kaminfeuer tat nach dem dreifachen Hagelschauer, der über den Thunersee niedergegangen war, sein Übriges. Wir versammelten uns schnell um den Ofen, der uns wärmte. Unsere tauben Finger wurden wieder warm, und unsere durchnässten Kleider trockneten zumindest ein wenig. Die Wärme des Ofens kehrte langsam in unsere Körper zurück.
Dieser Moment hatte für mich etwas zutiefst Menschliches, etwas sehr Vertrautes: Man versammelt sich um das Feuer, man spricht miteinander, man schaut sich an. Für mich zweifellos der prägendste Moment. (Deshalb gibt es übrigens auch ein Aquarell dazu).
Die Tatsache, dass wir gemeinsam den Hagelschauern getrotzt hatten, schweißte die Thuner Gruppe zusammen, auch wenn nicht alle danach gerade vor Freude über die Idee eines zweiten Ausflugs sprangen. Aber dieser Ausflug hat sich gelohnt, denn Till führte uns schliesslich auf der Aare bis vor die Tore der Altstadt. Ob der Stadtrundgang zu Fuss oder die Fahrt auf der Wendel – es war wunderschön. Alles war perfekt organisiert – oder improvisiert, wo es nötig war. Danke, Dieter und dem ganzen Team.
An diesem Abend fand ich es sehr bereichernd, am Tisch der Romands zu sitzen und neue Bekanntschaften aus Lausanne und Freiburg zu machen. Wir werden uns sicher wiedersehen – um zu rudern, natürlich. «Bei euch oder bei uns!»
Nach der kurzen Zugfahrt nach Brienz am nächsten Tag und dem Spaziergang zu den Booten der Interlakner, die am Vortag komplett geleert worden waren, teilte Hannes ("der Mann für alles bei den Interlaknern"; Zitat von Erich) die Besatzungen ein. Ich fühlte mich wie "in der Familie", als zwei Kolleginnen aus Vivis mich fragten, ob ich mit ihnen rudern wolle. "Aber natürlich! Danke für die Einladung!" Dann stiess eine weitere Kollegin vom Bodensee zu uns.
Und wir bildeten die ideale Mannschaft: der Genfer See, der Zürichsee und der Bodensee vereint in einem einzigen Boot. Für mich ist das der "Geist der Schweizer Ruderausflüge".
Weitere Rückmeldungen der Teilnehmenden auf unsere Fragen (Auszüge):
Astrid Hartmann, Ruderclub Thalwil:
Was macht für Dich den Reiz am Wanderrudern aus?
Das Kennenlernen von anderen Seen, Gewässern, Gegenden und von Ruder:innen von anderen Clubs sowie Menschen, Material wie Boote und Strukturen des organisierenden Clubs.
Was war dein schönster Moment auf dieser Wanderfahrt?
Als wir im Interlaken Club durch das geöffnete Tor auf den Brienzersee sehen konnten!
Wie zufrieden bist du mit der Organisation der Wanderfahrt?
Ausserordentlich.
Hast du Verbesserungsvorschläge für zukünftige Fahrten?
Es hat sich sehr bewährt, dass in Thun Mitglieder des Clubs mitruderten. Diese kennen die Örtlichkeiten und die Wettersituationen besser als die TeilnehmerInnen.
Vielen vielen Dank für die super Organisation, das feine Essen und die schöne Atmosphäre!
Marie-Joelle Fleury
Was hat dich dazu motiviert, an dieser Ruderwanderung teilzunehmen?
Ich wollte schon lange auf diesen beiden wunderschönen Seen rudern. Zum ersten Mal an einer Wanderung in der Schweiz teilnehmen.
War das deine erste Tour oder hattest du bereits Erfahrung mit solchen Strecken?
Es war meine erste vom Schweizerischen Ruderverband organisierte Tour. Davor hatte ich schon zahlreiche Ausflüge gemacht, die von Vereinen und/oder dem französischen Verband organisiert wurden.
Was war dein schönster Moment auf dieser Wanderfahrt?
Der Blick vom See auf die Farben des Sees und den Schnee auf den herrlichen Bergen. Es gelang mir, die Stabilität des Bootes im Laufe der Kilometer zu verbessern. Der Stolz, so viele Kilometer zurückgelegt zu haben.
Gab es eine besondere Herausforderung, die dir in Erinnerung bleibt?
Diese beiden Tage waren voller Herausforderungen. Die grösste war, 30 Minuten lang bei Dunkelheit auf einem aufgewühlten See zu rudern, ohne dass jemand die Gegend kannte, in einer anderen Sprache und mit Ruderern, die in solchen Situationen anders reagieren. Aber ich bin stolz, dass wir das trotz allem sehr gut gemeistert haben.
Wirst du wieder an einer solchen gemeinsamen Wanderfahrt teilnehmen?
Oh ja. Ich hoffe, ich bekomme einen Platz. Ich hoffe, dass mehr als zwei Ausflüge pro Jahr stattfinden, damit mehr Leute teilnehmen können. Die alten Hasen bleiben dabei und die anderen würden auch gerne mitmachen. Eine sprachliche Mischung beizubehalten ist sehr gut.
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Réunion de famille dans l’Oberland bernois
(Bernhard Schweizer) Erich Pfister l’a très bien dit hier soir, lors de notre dîner en commun autour d’un chili con/sin carne : nous formons une famille d’aviron. C’est merveilleux de rencontrer des amis avironnistes de toute la Suisse, de découvrir de nouveaux plans d’eau pour la première fois ou d’y retourner avec autant de plaisir. Pour moi, ces randonnées collectives, ces « réunions de famille », sont autant que possible des rendez-vous fixes dans mon agenda.
« Eh Bernhard, comment ça va ? », m’ont salué mes amis du lac de Neuchâtel et du lac Léman. C’est exactement ce qui fait la Suisse et ce que vit notre fédération ! J’ai ressenti cette fois-ci à Thoune et à Interlaken que la famille des rameurs se soude de plus en plus au-delà des frontières linguistiques.
Le feu de cheminée, après la triple averse de grêle qui s’était abattue sur le lac de Thoune, a fait le reste. Nous nous sommes rapidement rassemblés autour du poêle qui nous réchauffait. Nos doigts engourdis se sont réchauffés, et nos vêtements trempés ont au moins un peu séché. La chaleur du poêle a lentement repris possession de nos corps.
Ce moment avait pour moi quelque chose de profondément humain, de très familier : on se retrouve autour du feu, on se parle, on se regarde. Pour moi, sans doute le moment le plus marquant. (C’est d’ailleurs pour cela qu’il y a eu aussi une aquarelle).
Le fait d’avoir affronté ensemble les averses de grêle a soudé le groupe de Thoune, même si tout le monde n’était pas ensuite fou de joie à l’idée d’une deuxième sortie. Mais celle-ci en valait la peine, car Till nous a conduits pour finir sur l’Aar jusqu’aux portes de la vieille ville. Que ce soit la visite de la ville à pied ou la balade sur le Wendel, c’était magnifique. Tout était parfaitement organisé – ou improvisé là où c'était nécessaire. Merci, Dieter et toute l'équipe.
Ce soir-là, j'ai trouvé très enrichissant de m'asseoir à la table des Romands et de faire de nouvelles connaissances venues de Lausanne et de Fribourg. On se reverra certainement – pour aller ramer, bien sûr. « Chez vous ou chez nous ! »
Après le court trajet en train vers Brienz le lendemain et la promenade jusqu’aux bateaux des Interlakner, vidés de toute eau la veille, Hannes (« l’homme-orchestre des Interlakner » ; citation d’Erich) a réparti les équipages. Je me suis sentie comme « en famille » lorsque deux collègues de Vivis me ont demandé si je voulais ramer avec elles. « Mais bien sûr ! Merci de m’inviter ! » Puis une autre collègue du lac de Constance nous a rejoints.
Et nous formions l'équipage idéal : le Léman, le lac de Zurich et le lac de Constance réunis dans un seul bateau. Pour moi, c'est ça « l'esprit des randonnées suisses ».
Autres commentaires des participants en réponse à nos questions (extraits) :
Astrid Hartmann, Club d'aviron de Thalwil :
Qu'est-ce qui fait pour toi l'attrait de l'aviron itinérant ?
La découverte d'autres lacs, cours d'eau, régions, ainsi que celle des rameurs et rameuses d'autres clubs, sans oublier les personnes, le matériel (comme les bateaux) et les infrastructures du club organisateur.
Quel a été ton plus beau moment lors de cette randonnée ?
Quand, au club d’Interlaken, nous avons pu voir le lac de Brienz à travers la porte ouverte !
Es-tu satisfaite de l’organisation de cette randonnée ?
Extrêmement.
As-tu des suggestions d’amélioration pour les prochaines randonnées ?
Le fait que des membres du club aient ramé avec nous à Thoune s’est avéré très utile. Ils connaissent mieux les lieux et les conditions météorologiques que les participants.
Un grand merci pour l’excellente organisation, la bonne cuisine et la belle ambiance !
Marie-Joëlle Fleury
Qu’est-ce qui t’a motivée à participer à cette randonnée d’aviron ?
Je souhaitais depuis longtemps ramer sur ces deux magnifiques lacs. Participer pour la première fois à une randonnée suisse.
Était-ce ta première randonnée ou avais-tu déjà de l’expérience sur ce type de parcours ?
Première expérience organisée par l'association suisse. Nombreuses sorties ara. Sorties organisées par les clubs et-ou l'association francaise.
Quel a été ton plus beau moment lors de cette randonnée ?
Vue depuis le lac des couleurs du lac et la neige sur les magnifiques montagnes. Arriver a améliorer la stabilité du bateau au fur et à mesure des kilomètres. Fierté d'avoir fait tant de kilomètres.
Y a-t-il eu un défi particulier qui t’a marqué ?
Ces deux jours étaient remplis de défis. Le plus grand était de ramer 30 min dans un lac déchaîné avec les feux, sans personne qui connaissait le lieu, dans une langue différente, avec des rameurs habitués a réagir différemment en situation particulière. Mais fière car nous avons très bien maitrisé, malgré tout.
Participeras-tu à nouveau à une telle randonnée collective ?
Oh Oui. J'espère que je pourrai avoir une place. J'espère que plus de 2 sorties annuelles auront lieu, afin que plus de personnes puissent participer. Les anciens restent et les autres aimeraient participer aussi. Garder un mélange de langue est très bien.
Sarnen, 4. Juni 2026 / NS