Swiss Rowing Indoors vom 7. März 2026: Vorschau und Startlisten
Artikel - Swiss Rowing Indoors vom 7. März 2026: Vorschau und Startlisten
>> Startlisten / listes de départ Swiss Rowing Indoors 2026 (Stand: 28.02.2026)
>> Website Swiss Rowing Indoors
In diesem Jahr wird an den Indoors wieder einiges los sein. Neben den klassischen Schweizer Rudermeisterschaften auf dem Rotsee im Sommer sind die Indoormeisterschaften derjenige Wettkampf im Jahr, bei dem man alle Alters- und Leistungskategorien aufs Mal zu Gesicht bekommt. Von den Jüngsten in der Kategorie U15 bis hin zu den Masters der Altersklasse Ü50 begegnen sich hier alle – auch die Athletinnen und Athleten der unterschiedlichen Nationalteams. Für letztere hat der erste Wettkampf der Saison 2026 denn auch einen besonderen Stellenwert.
Zu den Neuerungen im Programm der Indoors gehört eine Anpassung des Teamwettkampfs, der in allen Altersklassen auf Anhieb eine stattliche Meldezahl erreicht hat. Das neue Format verspricht einiges an Dynamik und Lautstärke: Vierer-Teams (geschlechtergetrennt) absolvieren die Standard-Distanz von 2000 m. Dabei müssen sie aber alle 30 Sekunden den Athleten respektive die Athletin auf dem Ergometer wechseln. Das jeweils siegreiche Clubteam gewinnt den Schweizer Meistertitel.
Auch in der Kategorie Beach Sprint, die einen Sprint zum Ergometer hin und davon weg beinhaltet, gibt es ab diesem Jahr Meistertitel zu erringen. Demgegenüber wurden die Leichtgewichtskategorien in die offene Klasse integriert. Hier werden sie zwar gesondert gewertet, lösen aber keinen Titel mehr aus.
Die Details zu allen Neuerungen sind auf der Website von SWISS ROWING nachzulesen:
>> Swiss Rowing Indoors: Neuerungen, Ausschreibung und Reglement
Männer Open
Die Elite hat sich in den letzten Wochen unter anderem im Langlauf-Trainingslager auf die Saison vorbereitet. Sie wird in Zug nun eine wichtige erste Standortbestimmung vornehmen.
Bei den Männern standen die letztjährigen Indoors ganz unter dem Eindruck von Olympiasieger Oliver Zeidler. Der Deutsche konnte den bisherigen Schweizer Rekord um rund sechs Sekunden unterbieten und damit unter die Fabelmarke von 5:40,0 drücken. Dieses Jahr wird Zeidler nicht am Start sein. Das heisst bereits jetzt, dass es in dieser Kategorie einen neuen Schweizer Meister geben wird.
Zum Kreis der Favoriten zählt an vorderster Stelle der Luzerner Kai Schätzle (Seeclub Luzern). Der Weltcup-Gesamtsieger im Doppelzweier von 2025 (zusammen mit Raphaël Ahumada) war letztes Jahr Zweiter hinter Zeidler. Auf dem Weg zum Titel wird er sich dieses Jahr vor allem mit Jonah Plock (RC Rapperswil-Jona) und Patrick Brunner (SC Sempach) auseinandersetzen müssen. Die letztjährigen Bronzemedaillengewinner im Zweier ohne an der WM in Shanghai gehören ebenfalls zu den stärksten Schweizer Ruderern auf dem Ergometer. Der Rapperswiler Plock sicherte sich bereits in den vergangenen beiden Jahren einen Platz auf dem Podest, dabei auch einmal vor Schätzle. Ebenfalls zu den Podestanwärtern ist Maurin Lange (SC Luzern) zu rechnen. Er war im letzten Jahr verletzungsbedingt kurzzeitig zurückgefallen, ist aber unterdessen wieder voll im Rennen. Im Training konnte sich zusätzlich Bojan Reuffurth (SC Zug) mit starken Ergebnissen unter der 6-Minuten-Marke empfehlen.
Im gleichen Rennen machen auch die Nachwuchsruderer der Kategorie U23 ihre Rangliste unter sich aus. Hier ist wohl mit einer Auseinandersetzung um die Plätze zwischen Leonardo Salerno (SC Lugano), Constantin Feuerstein (GC Zürich), Gian-Luca Egli (SC Stansstad) und Nicolas Berger (RC Bern) zu rechnen.
Frauen Open
Bei den Frauen ist in diesem Jahr eine Titelverteidigung möglich. Die Formkurve der letztjährigen Siegerin Lisa Lötscher (SC Luzern) zeigt derzeit steil nach oben. An ihr müssen sich Nina Wettstein (SC Stäfa) und Salome Ulrich (SC Luzern) im Kampf um den Titel messen. Ulrich, die Viertplatzierte der WM in Shanghai im Doppelzweier, konnte in der Vergangenheit schon die stärkeren Werte der beiden Verfolgerinnen zeigen. 2025 allerdings holte sich Wettstein an den Indoors die Vizemeisterschaft vor Ulrich.
Aufgrund der studien- oder verletzungsbedingten Abwesenheit einiger starker Ruderinnen, darunter die Schweizer Rekordhalterin Célia Dupré, besteht auch für den Nachwuchsbereich die Chance auf das Podest oder nahe heranzufahren. Hier sind die Augen vor allem auf Flavia Lötscher (SC Luzern) gerichtet.
U19 Junioren
Bei den Männern der Kategorie U19 wurde das Podest auf dieses Jahr hin komplett geräumt. Sämtliche Athleten von Rang eins bis vier aus 2025 starten nun in der offenen Klasse.
Auf Rang fünf hatte sich im vergangenen Jahr Lucas Jordil (SC Richterswil) behauptet. Er wird auf dem Ergometer des Favoriten Platz nehmen, umrahmt von Alexander Bodmer (GC Zürich) und Tino Herrmann (Basler RC), die sich damals auf Rang sechs und neun platzieren konnten. Ebenfalls im Auge zu behalten sind nach den Vorleistungen im Winter Rémy Christ (SC Biel) und Nicolas Favre (Basler RC).
U19 Juniorinnen
Bei den Frauen U19 ist die Ausgangslage etwas anders als bei den männlichen Kollegen. Mit Olivia Leunig (SC Küsnacht) und Eliora Camp (SN Genève) treten zwei Athletinnen an, die bereits 2025 in der U19 Kategorie Rang eins und zwei unter sich ausmachen konnten und das auch schon ein Jahr zuvor in der U17-Kategorie geprobt hatten. 2024 behauptete sich Leunig mit einer Sekunde Vorsprung vor Camp an der Spitze. Im letzten Jahr sicherte sie sich dann mit vier Sekunden einen etwas komfortableren Vorsprung den Titel. Die Plätze hinter den beiden sind dagegen noch weitgehend offen.
Beach-Sprint Wettbewerbe
Neu haben die «Run-Row-Run»-Wettbewerbe an den Indoors auch den Status von Meisterschaftsrennen erhalten. Zudem finden sie nicht mehr am Ende des Tagesprogramms statt, wie im letzten Jahr, sondern zur besten Tageszeit am Mittag nach den Eliterennen. Die Konkurrenz setzt sich vorwiegend zusammen aus Athletinnen und Athleten vom Zürichsee. Stark vertreten sind der Ruderclub Erlenbach und der Ruderclub Thalwil.
Sportler mit internationaler Erfahrung in der Outdoor-Variante der Disziplin findet man in der Kategorie Männer open. Darunter sind Yannick Raschle (RC Erlenbach) und Andrin Biberstein (SC Richterswil), die 2025 zum ersten Swiss Rowing Beach Sprint Team gehörten, das an der EM und WM im Einsatz war. Unter diesen beiden wird vermutlich auch der erste Indoor-Titel im Beach Sprint ausgemacht.
Meldezuwachs beim Teamwettbewerb
Traditionell weist die männliche U17 Kategorie über die Originaldistanz die meisten Meldungen auf. Bei den U17 Junioren sind es dieses Jahr 97 gemeldete Starter, gefolgt von den U19 Junioren mit 71 Athleten und den U17 Juniorinnen mit 70 Starterinnen. Eine erfreulich hohe Beteiligung gibt es auch beim Teamwettbewerb. Hier sind in den unterschiedlichen Kategorien bis zu 15 Clubteams im Einsatz.
Die genauen Startzeiten der einzelnen Kategorien an den Swiss Rowing Indoors sind den Startlisten zu entnehmen. Die Wettkämpfe beginnen um 09:45 Uhr in der Stadthalle Zug und dauern bis in den späten Nachmittag.
Sarnen, 3. März 2026 / NS