Start ins Olympiajahr auf dem Trockenen

Start ins Olympiajahr auf dem Trockenen

Artikel - Start ins Olympiajahr auf dem Trockenen

Die Schweizermeisterschaften im Ergometer-Rudern bieten zum Start ins Olympiajahr einen besonderen Reiz. Die Resultate an den Swiss Rowing Indoors bestimmen unter anderem über einen Sitzplatz in einem Olympiaboot mit. Die 31. Ausgabe findet am Samstag, 25.01.2020, statt.

Auch in diesem Jahr haben sich rund 50 Ruderclubs für die Schweizermeisterschaften im Indoor-Rudern angemeldet. Von der Juniorin (1000 Meter) bis zum Nationalkadermitglied (2000 Meter) kämpfen sich die Teilnehmenden in der Stadthalle Zug auf dem Ruderergometer über die virtuelle Rennstrecke. Dabei erlaubt eine Projektion an einem Grossbildschirm den Direktvergleich zwischen den Teilnehmenden.  

Elite: Olympiajahr vor Augen

Für die Kaderangehörigen und -anwärterInnen sind die Swiss Rowing Indoors – genau wie die zwei offiziellen SRV-Langstreckentests und andere Testwettkämpfe – wichtige Bestandteile zur Qualifikation für das Schweizer Ruder-Nationalteam und die Bootsbesetzung im Nationalkader. Ein besonderes Augenmerk liegt im Olympiajahr auf den bereits für die Olympischen Spiele in Tokyo qualifizierten Bootskategorien Fraueneiner, Männer-Doppelzweier und Vierer-ohne. 

Vor allem im Vierer ohne Steuermann zeichnet sich ein hartes Ringen um die vier Sitzplätze ab. Neben Joel Schürch (SC Sursee), Augustin Maillefer (Lausanne Sports Aviron), Paul Jacquot (Seeclub Zürich) und Markus Kessler (RC Schaffhausen), die für die Schweiz an der Ruder-WM in Linz den Quotenplatz in dieser Bootsklasse sicherten, kämpfen auch Nico Stahlberg (RC Kreuzlingen) und Nicolas Kamber (Grasshopper Club Zürich) um das Olympiaticket. 

Seit 2015 ungeschlagen ist in der offenen Männer-Klasse Barnabé Delarze (Lausanne Sports Aviron). Dessen Siegesserie durchbrechen möchte neben den hoch gehandelten Riemenruderern Markus Kessler und Paul Jacquot auch der Luzerner Roman Röösli (SC Sempach), der gemeinsam mit Delarze im vergangenen Jahr im Doppelzweier beeindruckende Erfolge feiern durfte. Das Duo holte nicht nur EM-Silber, sondern gewann auch zwei Weltcuprennen (Poznan und Rotterdam) sowie den Gesamtweltcup. An der WM in Linz belegten sie Rang Fünf und holten den wichtigen Quotenplatz für die Olympischen Spiele in Tokyo 2020.
Bei den Leichtgewichten möchte Lokalmatador Andri Struzina (SC Zug) seinen Sieg aus dem Vorjahr wiederholen. Dabei trifft er aber auf harte Konkurrenz mit Fiorin Rüedi (Grasshopper Club Zürich), Matthias Fernandez (SC Zug) und Jan Schäuble (SC Stansstad).

Spannende Ausgangslage bei den Frauen

Nachdem sie letztes Jahr fehlte, wird sich Jeannine Gmelin (RC Uster) an den Swiss Rowing Indoors dem ersten Direktvergleich des Jahres stellen. Sie weilte zuletzt im Trainingslager in Varese und trifft in Zug auf die Titelverteidigerin auf dem Ergometer, Pascale Walker (RC Zürich). Bei den Leichtgewichten der Frauen zeichnet sich ein spannender Schlagabtausch zwischen der letztjährigen Siegerin Frédérique Rol (Lausanne Sports Aviron), Patricia Merz (See-Club Zug) und Sofia Meakin (CA Vésenaz) ab. Nachdem Sofia Meakin vor einem Monat, am Weihnachtstag, über die 1000-Meter-Distanz einen neuen Weltrekord aufgestellt hat, sind die Zuschauer gespannt, welches Resultat über die volle Distanz möglich ist. 
Die Wettkämpfe in der Stadthalle Zug starten am Samstagvormittag um 10.30 Uhr mit den Rennen der Juniorinnen und Junioren. Ab 13.45 Uhr werden die Rennen der Elite ausgetragen. 

Den Link zu den Startlisten finden Sie hier 

Generelle Informationen zu den Swiss Rowing Indoors gibt es hie