Juniorinnen-Doppelvierer kämpft sich durch die Wellen ins A-Finale

Schliessen

Schliessen

Juniorinnen-Doppelvierer kämpft sich durch die Wellen ins A-Finale

Artikel - Juniorinnen-Doppelvierer kämpft sich durch die Wellen ins A-Finale

racice7
Extreme Bedingungen herrschten für die Halbfinalrennen der Junioren-WM. Der Juniorinnen-Doppelvierer mit Célia Dupré, Emma Kovacs, Lisa Lötscher und Jana Nussbaumer sicherte sich mit einem 2. Rang die Finalqualifikation. Die anderen Schweizer Boote sind in den B-Finals.

Die Weltbestzeiten für Juniorenboote purzelten heute in den Halbfinals gleich reihenweise. Ein starker Schiebewind, warmes Wasser und die besten Junioren-Mannschaften auf dem Wasser waren eine gute Kombination für schnelle Zeiten. 

>> Bilder Halbfinaltag JWM Racice 2018

Célia Dupré (CA Vésenaz), Emma Kovacs (CA Vevey), Lisa Lötscher (SC Luzern) und Jana Nussbaumer (SC Zug) starteten heute als Mitfavoritinnen ins Halbfinale. Das Schweizer Boot ruderte hinter Deutschland konstant auf dem zweiten Rang und versuchte, ohne Zwischenfall durch die sich aufbauenden Wellen zu kommen. „Die Bedingungen auf dem Wasser waren extrem heute“, meinte Lisa Lötscher nach dem Rennen und ihre Teamkollegin Jana Nussbaumer ergänzte: „Wir haben mindestens fünf Mal den Rhythmus komplett verloren und mussten uns immer wieder von neuem finden“. Dies gelang vor allem gegen Ende des Rennens gut, als das Schweizer Boot die höchste Geschwindigkeit aller sechs Boote aufwies und noch bis auf eine halbe Bootslänge zum führenden deutschen Boot aufschliessen konnte. Die vier Schweizerinnen waren noch nie ein so schnelles Rennen gerudert. Mit der Zeit von 6:25,08 Minuten lieferten sie eine Zeit, die rund 5 Sekunden unter der bis heute Morgen geltenden Weltbestzeit lag. Die neuen Rekordhalterinnen sind jedoch die Halbfinalsiegerinnen aus Deutschland. Der Zieleinlauf lautete: Deutschland, Schweiz, Grossbritannien, während Italien, USA und Litauen in den B-Final verwiesen wurden. Das A-Finale für die vier Schweizerinnen startet morgen Sonntag um 12:27 Uhr. 

Junioren-Doppelvierer zurückgebunden
Nicht nach Wunsch verlief das Halbfinale für den Junioren-Doppelvierer mit Felician Bossart (RC Reuss Luzern), Kai Schätzle (RC Reuss Luzern), Tim Roth (GC Zürich) und Maurin Lange (RC Reuss Luzern). Das Schweizer Boot startete etwas verhalten und kämpfte von Rennbeginn weg um den Anschluss an die Top 3. Auf der ersten Streckenhälfte lag das Schweizer Boot lediglich an fünfter Stelle. Auf der zweiten Streckenhälfte verlor das Quartett dann nicht mehr weiter und vermochte Griechenland ein- und überzuholen. Das war aber zu wenig für eine Finalqualifikation, zumal dem chilenischen Boot auf der Aussenbahn Flügel zu wachsen schienen als dieses realisierte, dass die Finalqualifikation in Griffweite war. In den Wellen bekundete der Schweizer Doppelvierer dann auch etliche Mühe und wurde so immer wieder aus dem Rhythmus geworfen. Im Ziel resultierte der vierte Rang. Zur Finalqualifikation fehlten letztlich knapp 5 Sekunden. 
Ebenfalls in den B-Finals werden morgen Eric von Bodungen (SC Biel) sowie die beiden Vierer-ohne rudern. Alle drei Boote belegten den fünften Rang in den Halbfinals. Den Auftakt machte der Juniorinnen-Vierer mit Margaux Oural (FW RC Morges), Nina Libal (Lausanne Sports Aviron), Salome Ulrich (SC Luzern) und Katharina Ebert (Basler Ruderclub). Nach dem dritten Vorlaufrang gehörte das Schweizer Boot nicht zu den heissesten Anwärterinnen auf einen Platz im A-Finale. Anfänglich auf der letzten Position liegend, kämpfte sich das Schweizer Quartett bis ins Ziel auf den fünften Platz vor und wird morgen im B-Finale nochmals angreifen wollen. 
Der Junioren-Vierer mit Patrick Brunner (SC Sempach), Emanuel Poncioni (RC Blauweiss Basel), Angel Sidler (RC Reuss Luzern) und Tobias Fürholz (GC Zürich) lag konstant auf dem fünften Rang. Es wäre ein Exploit nötig gewesen, um sich heute für den A-Final zu qualifizieren. Dieser Exploit war jedoch dem griechischen Boot vorbehalten, das sich von der letzten Position kontinuierlich nach vorne arbeitete und einen phänomenalen Schlusssprint zeigte. Der Schweizer Vierer hat ebenfalls morgen Vormittag die Gelegenheit, im kleinen Finale nochmals um eine bestmögliche Platzierung zu kämpfen. 

Für Eric von Bodungen (SC Biel) war bereits mit der Halbfinalqualifikation im 38 Boote starken Teilnehmerfeld ein Zwischenziel erreicht. Eine Finalqualifikation lag für den gross gewachsenen Bieler jedoch noch ausser Reichweite, zumal die Bedingungen die Skiffiers an ihre Grenzen brachten und die technischen Fertigkeiten für das Publikum offensichtlich wurden. Während Titelverteidiger Dean Clark (USA) in der Zeit von 6:45,45 Minuten eine neue Weltbestzeit aufstellte, landete der Neuseeländer Hall – auf Finalkurs rudernd - nach einem fatalen „Krebs“ und damit sogar verbundenem Auslegerbruch in den Fluten des Regattakanals. Eric von Bodungen wird seine erste Junioren-WM morgen mit dem B-Finale abschliessen.
Nicht zum Wettkampf antreten konnte Skifferin Olivia Negrinotti (SC Ceresio), welche vor dem C/D-Halbfinal krankheitshalber Forfait erklären musste. 

Resultate von Rennen mit Schweizer Beteiligung. 
Rudern: Junioren-Weltmeisterschaften in Racice (Tschechien) – Samstag, 11. August 2018

Juniorinnen
Doppelvierer (2. Halbfinal):
1. Deutschland 6:23,85 (neue Junioren-Weltbestzeit). 2. Schweiz (Célia Dupré, Emma Kovacs, Lisa Lötscher, Jana Nussbaumer) 6:25,08. 3. Grossbritannien 6:27,40. 4. Italien 6:31,60. 5. USA 6:45,27. 6. Litauen 7:04,89. Schweiz damit im A-Final vom Sonntag. 

Vierer ohne Steuerfrau (1. Halbfinal): 1. Italien 6:37,89 (neue Junioren-Weltbestzeit). 2. Neuseeland 6:41,71. 3. Niederlande 6:45,37. 4. Grossbritannien 6:52,32. 5. Schweiz (Margaux Oural, Nina Libal, Salome Ulrich, Katharina Ebert) 6:55,84. 6. Ukraine 7:04,07. Schweiz damit im B-Final vom Sonntag. 

Junioren
Einer (2. Halbfinal):
1. Clark (USA) 6:45,45 (neue Junioren-Weltbestzeit). 2. Kennedy-Leverett (AUS) 6:51.50. 3. Vandenbussche (BEL) 6:56,14. 4. Gonzalez Volkman (URU) 7:00,53. 5. Eric von Bodungen (SUI) 7:03,22. 6. Mahler (CZE) 7:12,11. Eric von Bodungen damit im B-Final vom Sonntag. 

Doppelvierer (1. Halbfinal): 1. Tschechien 5:46,49 (neue Junioren-Weltbestzeit). 2. Deutschland 5:47,15. 3. Chile 5:47,87. 4. Schweiz (Felician Bossart, Kai Schätzle, Tim Roth, Maurin Lange) 5:52,68. 5. USA 5:56,77. 6. Griechenland 5:58,48. Schweiz damit im B-Final vom Sonntag. 

Vierer ohne Steuermann (1. Halbfinal): 1. Grossbritannien 5:47,73 (neue Junioren-Weltbestzeit). 2. Italien 5:54,43. 3. Griechenland 5:56,15. 4. Deutschland 5:58,59. 5. Schweiz (Patrick Brunner, Emanuel Poncioni, Angel Sidler, Tobias Fürholz) 6:04,51. 6. Spanien 6:10,43.  Schweiz damit im B-Final vom Sonntag. 

Racice, 11. August 2018/cs.