Internationale May Regatta Gent (B) vom 9./10. Mai 2026: Bericht, Resultate und Bilder
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>> Fotos May Regatta Gent, 9./10. Mai 2026 (Cesare Benati)
>> Fotos May Regatta Gent 9./10. Mai 2026 (Markus Lüond)
Wie so oft stellte ein böiger Wind auf der Regattabahn von Gent die Ruderinnen und Ruderer vor gewisse Herausforderungen. Die U23-Delegation von SWISS ROWING, die sich diesmal mit diesen Bedingungen auseinanderzusetzen hatte, bestand aus vier Athletinnen und acht Athleten.
Die Meldefelder waren in den verschiedenen Bootsklassen wie üblich unterschiedlich stark erwartet worden. Um zu einer gewissen Anzahl an Rennen und Vergleichen mit der internationalen Konkurrenz zu kommen, wurden die Boote teils sowohl in der offenen als auch in der U23-Kategorie gemeldet. Das Grossboot bei den Männern, der Doppelvierer, wurde zusätzlich in Doppelzweier aufgeteilt.
Tatsächlich fiel das Meldeergebnis in diesem Jahr dann sogar noch etwas dünner aus als in den Jahren vorher. Ein weiteres Nationalteam stellten nur die Polen mit einigen Booten, vor allem bei den Frauen. Bei den Männern waren es vor allem einzelne Boote aus Polen, England und Belgien die für einen gewissen Massstab sorgten.
Ungeachtet der Konkurrenz verfolgten aber alle Schweizer Athletinnen und Athleten das primäre Ziel, überhaupt Rennen zu fahren. Ihre Aufgabe war, das in bestmöglicher Konstanz zu tun.
Nachwuchstrainerin Pamela Weishaupt zog nach der Regatta das Fazit, dass der angestrebte Transfer aus dem Training in Sarnen an die Regatta bei allen Mannschaften gut gelungen sei: "Alle Teams haben sich kompakt gezeigt und waren auf die Rennen fokussiert. Speziell gut gelungen ist schon die Balance zwischen Anspannung und Entspannung rund um ihre Einsätze."
Frauen
Jeweils ein Rennen pro Regattatag bestritt der Zweier ohne der Frauen. Katarina McMahon (Belvoir RC Zürich) und Lotta Plock (RC Rapperswil-Jona) starteten in der offenen Klasse, wo jeweils direkt der A-Final anstand. An beiden Tagen konnte sich das Duo den Sieg sichern, am ersten Tag direkt vor einem Boot des polnischen Ruderverbands. Am zweiten Tag belegte ein Boot aus Deutschland den zweiten Rang vor einer anderen polnischen Kombination.
Der Doppelzweier der Frauen mit Flurina Parillo (SC Sempach) und Aurelia Benati (RC Bern) hatte am Samstag im U23-Doppelzweier zuerst einen Vorlauf zu bestreiten, den die beiden mit der schnellsten Zeit gewinnen konnten. Im Final am Nachmittag sicherten sich die zwei dann hinter dem polnischen Boot den zweiten Rang. Am Sonntag trat der Doppelzweier in der offenen Klasse an, wo er sich diesmal im Vorlauf über einen zweiten Rang hinter den älteren Polinnen für den A-Final qualifizierte. Es folgte eine Wiederholung im Final mit erneut einem zweiten Rang hinter Polen.
Männer
Das Männerteam war in Gent durch einen Doppelvierer, einen Zweier ohne und zwei Einer vertreten, wobei sich der Vierer am Sonntag wie erwähnt auch noch aufteilte auf zwei Doppelzweier.
Der Doppelvierer bekam es vor allem mit dem Leander Club aus England zu tun. Schon im Vorlauf waren es die Briten, die ihren Bugball als Schnellste über die Ziellinie bringen konnten. Die Schweizer Kombination aus Alexander Bannwart (SC Stansstad), Ivo Loepfe (SC Zug), Emil Fassone (SC Biel) und Ondrej Zedka (Lausanne Sports Aviron) qualifizierte sich aber als zweite ebenfalls für den A-Final. Hier konnte sie sich am Nachmittag dann auf Augenhöhe mit Leander bewegen und wurde am Ende um nicht einmal eine Zehntel Sekunde auf den zweiten Rang verwiesen.
Im Doppelzweier am Sonntag gelang es im Vorlauf der offenen Klasse noch Emil Fassone (SC Biel) und Ondrej Zedka (Lausanne Sports Aviron) die Strecke als Schnellste zu absolvieren, vor Alexander Bannwart (SC Stansstad), Ivo Loepfe (SC Zug) als zweite. Im Final aber wendete sich dann das Blatt und Bannwart/Löpfe siegten vor Fassone/Zedka und einem Boot aus den Niederlanden.
Der Zweier ohne der Männer bekam am Samstag ebenfalls nur die Gelegenheit für ein Rennen. Im Final der offenen Klasse nutzten die erstjährig in der U23-Kategorie vertretenen Schweizer Moritz Petry (Basler Ruder-Club) und Constantin Feuerstein (Grasshopper Club Zürich) die Auseinandersetzung mit einem Boot aus der Gastgeberstadt für ein enges Duell. Dieses ging am Ende mit weniger als einer Sekunde Unterschied zu Ungunsten der Schweizer aus.
Am Sonntag sicherten sich die beiden gegen andere Gegner aus Belgien dann den Sieg.
Das grösste Meldefeld war in den Männer-Einern anzutreffen. Unter den zwölf Booten in der U23-Kategorie schoben sich im Vorlauf sowohl Nicolas Chambers (CA Vevey) als Viertschnellster wie auch Noah von Tavel (RC Bern) als Fünfter in den A-Final. Im Final belegten die beiden dann in gleicher Reihenfolge den dritten und vierten Rang.
Am Sonntag sicherte sich Chambers schon im Vorlauf den Sieg und wiederholte diesen am Nachmittag im Final. Von Tavel folgte in beiden Rennen auf dem vierten Rang.
Ergänzt wurde das Schweizer Team durch Donat Vonder Mühll (Grasshopper Club Zürich), der seine erste Saison in der offenen Alterskategorie bestreitet. Er nutzte die Rennen in Gent, um sich auf die zweiten Elite-Trials im Juni vorzubereiten. Bereits am Samstag gelang es Vonder Mühll, sich über einen dritten Rang im Vorlauf für den A-Final zu qualifizieren. Hier erkämpfte er sich den zweiten Rang hinter einem Belgier und knapp vor einem britischen Ruderer.
Am Sonntag gelang ihm wieder der Einzug in den Final, das er diesmal mit einem Sieg verliess.
Sarnen, 12. Mai 2026 / NS
Vorschau vom 6. Mai 2026
Der Weg in die erste Formation des Nationalteams von 2026 führte auch die Ruderinnen und Ruderer der Kategorie U23 von den Tests im Winter, über die Trials im April bis hin zur Regatta Lauerz. Am kommenden Wochenende dürfen sich die dabei gebildeten Mannschaftsboote auf der Regattabahn in Gent auch endlich mit Booten aus anderen Nationen messen.
Die Leistungen in Gent werden zur Entscheidung beitragen, welche Teams im Juni an den zweiten Trials noch einmal um ihre Besetzung und die Selektion für die U23-Weltmeisterschaften kämpfen müssen. Die U23-Weltmeisterschaften finden vom 22. bis zum 26. Juli in Duisburg (D) statt.
>> Website Veranstalter Int. May Regatta Gent
Für die Regatta Gent hat Nachwuchschefin Anne-Marie Howald die folgenden Athletinnen und Athleten nominiert. Einige von ihnen starten in unterschiedlichen Bootsklassen und/oder unterschiedlichen Alterskategorien:
Zweier ohne Frauen U23 (W2-)
McMahon, Katarina (Belvoir Ruderclub Zürich)
Plock, Lotta (Ruderclub Rapperswil-Jona)
Doppelzweier Frauen U23 (BW/W2x)
Benati, Aurelia (Rowing Club Bern)
Parrillo, Flurina (Seeclub Sempach)
Einer Männer U23 (BM/M1x)
Chambers, Nicolas (Club Aviron Vevey)
Einer Männer U23 (BM/M1x)
von Tavel, Noah (Rowing Club Bern)
Einer Männer (M1x)
*Donat Vonder Mühll (Grasshopper Club Zürich)
Zweier ohne Männer U23 (BM/M2-)
Petry, Moritz (Basler Ruder-Club)
Feuerstein, Constantin (Grasshopper Club Zürich)
Doppelvierer + Doppelzweier Männer U23 (BM/M2x, M4x)
Bannwart, Alexander (Seeclub Stansstad)
Loepfe, Ivo (See-Club Zug)
Fassone, Emil (Seeclub Biel)
Zedka, Ondrej (Lausanne Sports Aviron)
*Donat Vonder Mühll (Grasshopper Club Zürich) gehört in der Saison 2026 erstmals der offenen Alterskategorie an. Er hat im Anschluss an die Elite-Trials die Chance erhalten, sich in Gent auf die zweiten Elite-Trials im Juni vorzubereiten.
Sarnen, 6. Mai 2026 / NS