Internationale Junioren-Regatta München vom 9./10. Mai 2026: Bericht, Bilder und Resultate
Artikel - Internationale Junioren-Regatta München vom 9./10. Mai 2026: Bericht, Bilder und Resultate
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Aufgrund der Menge der Events an diesem Wochenende musste zunächst der ursprüngliche Plan für den ersten internationalen Einsatz des U19-Kaders etwas korrigiert werden. Der Plan sah vor, alle Athletinnen und Athleten der Grossboote zusätzlich in Kleinbooten an den Start zu schicken. Doch mit insgesamt drei Regatten und dem Elite-Team im Trainingslager fehlte schlichtweg ein Bootshänger, um die notwendige Anzahl an Booten nach München zu transportieren. Damit wurde lediglich der Vierer ohne der Junioren am Sonntag auch noch aufgeteilt und im Zweier ohne an den Start geschickt.
Aber der Reihe nach: Die internationale Junioren-Regatta in München sollte einmal mehr als Gradmesser für die Selektion der anstehenden U19-Europameisterschaften dienen. Wissenswert ist, dass die Regatta einen besonderen Modus anbietet, der der Strategie entgegenkommt, verschiedene Mannschaftsformen zu testen. Dazu liegt der Fokus traditionell am Samstag auf den Kleinbooten (1x, 2x, 2- und 4-), während am Sonntag die Grossboote (4x und 8+) im Rampenlicht stehen. Das bedeutet, dass jeweils am Fokustag für die jeweiligen Bootsklassen Vorläufe mit Progression in entsprechende Finalläufe A und B durchgeführt werden. Am jeweils anderen Tag finden in den verbleibenden Bootsklassen die Rennen «nur» in Serien statt – mit jeweils einem Siegerboot.
Skiffs und Juniorinnen-Doppelvierer auf dem Podest
Die Schweizer Hoffnungen für den ersten Tag (den Kleinboottag) lagen auf den beiden Einern. Sowohl Olivia Leunig (Seeclub Küsnacht) als auch Rémy Christ (Seeclub Biel) hatten im Vorfeld schon starke Trainings- und Wettkampfleistungen gezeigt. Und diese konnten sie auf der Olympiaregattastrecke noch zusätzlich untermauern. Trotz oder auch gerade wegen der nicht ganz einfachen Bedingungen mit zügigem Gegenwind, spielten beide ihre technischen Fähigkeiten aus und sicherten sich im jeweiligen Vorlauf einen Platz für den A-Final. Auch hier zeigten beide engagierte Rennen und konnten sich schliesslich auf den Medaillenrängen behaupten. Rang zwei für Olivia Leunig und Rémy Christ gegen starke Konkurrenz. Am Sonntag legten beide mit einem Sieg in ihrer Serie nach.
Ein ähnliches Kunststück gelang am Sonntag (dem Grossboottag) dann dem Doppelvierer der Juniorinnen mit Anouk Lüthi (Solothurner Ruderclub), Lilly Eggenschwiler (Seeclub Wädenswil), Tanya Brendle (Ruderclub Cham) und Eliora Camp (SN Genève, Section Aviron). Die vier setzten sich nach einem zweiten Rang in ihrer Serie am Samstag, am Sonntag dann mit Rang drei im schnelleren von zwei Vorläufen in Richtung A-Final durch. Hier ruderten sie hinter dem tschechischen Boot und einer deutschen Renngemeinschaft dann auch auf den dritten Podestrang.
Mehrere Qualifikationen für den B-Final
Dem Doppelvierer der Junioren gelang am Samstag ein Sieg in seiner Serie. Im Vorlauf am Sonntagmorgen reihten sich David Bisang (See-Club Zug), Jonas Fröhndrich (Ruderclub Thalwil), Alexander Bodmer (Grasshopper Club Zürich) und David Wagner (Seeclub Luzern) dann als dritte im Feld von sieben Booten ein, was eine Qualifikation für den B-Final bedeutete. Hier legten sich die vier mit einem fulminanten Start gleich an die Spitze und verteidigten ihren Vorsprung bis auf eine knappe halbe Sekunde bis ins Ziel.
Der Vierer ohne der Junioren präsentiert sich mit Tino Herrmann, Nicolas Favre, Luca Krauser und Tim Weber in diesem Jahr als reine Clubmannschaft des Basler Ruder-Clubs. Auch die vier Basler zeigten am Samstag einen starken Vorlauf, hatten allerdings im Gegenwind schliesslich äusserst knapp (um weniger als drei Zehntel Sekunden) das Nachsehen gegen ein physisch überlegenes Team aus Deutschland. Mit Rang drei zog das Quartett in den B-Final ein, wo es in einem engen Rennen den fünften Platz ergatterte. Das Serienrennen am Sonntag entschieden die Basler dann für sich. Aufgeteilt auf zwei Zweier ohne fuhr das Duo Krauser/Weber später noch einen weiteren Seriensieg heraus.
Im Doppelzweier der Juniorinnen gelang es Inès Hihi (Lausanne Sports Aviron) und Helena Puskas (Seeclub Zürich) auch, mit einem dritten Rang im Vorlauf in den B-Final weiterzuziehen. Hier belegten die beiden dann den vierten Rang.
Trotz des anspruchsvollen Progressionsystems im Juniorinnen-Einer, bei dem sich nur jeweils die Erst- und Zweitplatzierte des Vorlaufs für den A- bzw. B-Final qualifizierte, gelang es auch Arielle Berner (Lausanne Sports Aviron), sich einen Platz im B-Final zu erkämpfen. Hier ruderte die junge Lausannerin auf den vierten Rang.
Weitere Seriensieg im Skiff und Doppelzweier der Junioren
Einen weiteren Seriensieg konnten am Sonntag Lucas Jordil (Seeclub Richterswil) im Skiff und der Doppelzweier mit Adam Herb (Seeclub Zürich) und Matis Schneeberger (Lausanne Sports Aviron) beisteuern. Am Samstag waren hier aufgrund des grossen Meldefeldes nur jeweils der Erst- und Zweitplatzierte des Vorlaufs jeweils in den A- und B-Final weitergezogen. Das gelang diesem Boot ebenso wie dem Doppelzweier mit Rocco Blattner (Seeclub Luzern) und Emilio Ferrazzini (Club Canottieri Lugano) noch nicht.
Nachwuchschefin Anne-Marie Howald zeigte sich erfreut über die durchweg entschlossenen Leistungen aller Teams und wird daraus ihre Selektionsvorschläge für die U19 Europameisterschaften in Brandenburg (23./24. Mai 2026) ableiten.
Sarnen, 11. Mai 2026 / NS
Vorschau vom 6. Mai 2026
Wie für die Elite wurden auch für Ruderinnen und Ruderer der Altersklasse U19 im April interne Trials durchgeführt, um die Teams für die ersten internationalen Einsätze der Saison zu formieren. Der Kreis der Eingeladenen bestand aus Athletinnen und Athleten, die sich bei den verschiedenen Leistungstests im Winter hervorgetan hatten.
Eine Reihe von ihnen erhielt im Nachgang die Chance, in den formierten Mannschaftsbooten die Testrennen von SWISS ROWING an der Regatta auf dem Lauerzersee zu bestreiten. Aufgrund der gesammelten Resultate nominierte Nachwuchschefin Anne-Marie Howald schliesslich die Athletinnen und Athleten, die am kommenden Wochenende in München für die Schweiz im Einsatz sind.
Die Rennen in München können live mitverfolgt werden. Ebenso gibt es fortlaufend Live-Resultate:
>> Website Int. Junioren-Regatta München 2026 (Startlisten und Resultate)
>> Meldeergebnis Int. Junioren-Regatta München 2026
>> Zeitplan Samstag, 9. Mai 2026
>> Zeitplan Sonntag, 10. Mai 2026
Folgende Sportlerinnen und Sportler werden die Reise nach München antreten. Einige von ihnen werden in verschiedenen Bootsklassen an den Start gehen:
Einer Juniorinnen U19 (JW1x) Boot 1
Leunig, Olivia (Seeclub Küsnacht)
Einer Juniorinnen U19 (JW1x) Boot 2
Berner, Arielle (Lausanne Sports Aviron)
Doppelzweier Juniorinnen U19 (JW2x)
Hihi, Inès (Lausanne Sports Aviron)
Puskas, Helena (Seeclub Zürich)
Doppelvierer + Doppelzweier Juniorinnen U19 (JW4x/2x)
Lüthi, Anouk (Solothurner Ruderclub)
Eggenschwiler, Lilly (Seeclub Wädenswil)
Brendle, Tanya (Ruderclub Cham)
Camp, Eliora (SN Genève, Section Aviron)
Einer Junioren U19 (JM1x) (Boot 1)
Christ, Rémy (Seeclub Biel)
Einer Junioren U19 (JM1x) Boot 2
Jordil, Lucas (Seeclub Richterswil)
Doppelvierer + Doppelzweier Junioren U19 (JM4x/2x)
Bisang, David (See-Club Zug)
Fröhndrich, Jonas (Ruderclub Thalwil)
Bodmer, Alexander (Grasshopper Club Zürich)
Wagner, David (Seeclub Luzern)
Doppelzweier Junioren U19 (JM2x) Boot 1
Herb, Adam (Seeclub Zürich)
Schneeberger, Matis (Lausanne Sports Aviron)
Doppelzweier Junioren U19 (JM2x) Boot 2
Blattner, Rocco (Seeclub Luzern)
Ferrazzini, Emilio (Club Canottieri Lugano)
Vierer ohne + Zweier ohne Junioren U19 (JM4-/2-)
Herrmann, Timo (Basler Ruder-Club)
Favre, Nicolas (Basler Ruder-Club)
Krauser, Luca (Basler Ruder-Club)
Weber, Tim (Basler Ruder-Club)
6. Mai 2026 / NS