EM in Luzern und WM in Linz als Saison-Highlights 2019

EM in Luzern und WM in Linz als Saison-Highlights 2019

Artikel - EM in Luzern und WM in Linz als Saison-Highlights 2019

Newsbild SRV-Geschäftsstelle
SWISS ROWING hat heute im Rahmen einer Medienkonferenz über die Zielsetzungen für die vorolympische Rudersaison informiert: Angestrebt werden drei Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

Diese Ausmarchung um die Olympia-Quotenplätze findet an den Weltmeisterschaften in Linz-Ottensheim statt. An den Heim-Europameisterschaften in Luzern setzt sich SWISS ROWING den Gewinn von zwei Medaillen zum Ziel. Zudem sollen insgesamt vier Schweizer Boote den Einzug in den A-Final schaffen.

Das SWISS ROWING Team steht vor einer entscheidenden Wettkampfsaison. Nach mehrmonatigem Vorbereitungstraining im Ruderzentrum in Sarnen sowie einigen Trainingslagern im In- und Ausland nahm ein grosser Teil des Elite-Kaders Mitte April erfolgreich an der Internationalen Regatta in Piediluco (I) teil und erzielte insgesamt neun Podestplätze. Als Nächstes steht am Wochenende des 11./12. Mai 2019 die Internationale Wedau-Regatta in Duisburg (D) auf dem Programm. Die 38-köpfige Delegation aus Elite- und Nachwuchsruderern wird auf eine starke internationale Konkurrenz treffen. Im Anschluss an die Wedau-Regatta wird SWISS ROWING die Selektionen für die Europameisterschaften in Luzern vornehmen.

EM auf dem Rotsee als besonderes Highlight

Für die Ruderinnen und Ruderer des SWISS ROWING Team ist es ein besonderer Anreiz, eine internationale Meisterschaft vor heimischem Publikum zu bestreiten. SWISS ROWING will ein starkes und kompetitives Team an den Start schicken und nebst den arrivierten Leistungsträgern auch jungen Athletinnen und Athleten aus dem U23-Kader einen Start auf dem Rotsee ermöglichen. «Wir konnten letztes Jahr an den European Championships in Glasgow gleich vier Medaillen gewinnen, was ein Exploit des gesamten Teams bedeutete», blickt SRV-Direktor Christian Stofer zurück. An der EM in Luzern erwartet Stofer zudem die komplette europäische Elite am Start. «Wer Medaillen gewinnen will, braucht auf dem Rotsee eine Top-Leistung.»

Mit der amtierenden Europameisterin im Frauen-Einer, Jeannine Gmelin (Ruderclub Uster), den Vize-Weltmeistern im Männer-Doppelzweier, Roman Röösli (Seeclub Sempach) und Barnabé Delarze (Lausanne Sports Aviron), sowie den EM-Dritten im Leichtgewichts-Doppelzweier, Frédérique Rol (Lausanne Sports Aviron) und Patricia Merz (See-Club Zug), plant SWISS ROWING den EM-Start mit arrivierten Booten, die sich an der Weltspitze etabliert haben. So wird die Heim-EM für das SWISS ROWING Team zu einem ersten Saisonhöhepunkt gegen die versammelte kontinentale Konkurrenz.

An der Internationalen Wedau-Regatta rudern indessen auch die Boote um eine EM-Selektion, die an den SRV-Trials neu gebildet oder im Vergleich zum Vorjahr umbesetzt wurden. Im Frauen-Doppelzweier werden wiederum Pascale Walker (Ruderclub Zürich) und Valérie Rosset (Seeclub Sempach) antreten. Der Leichtgewichts-Doppelzweier der Männer ist mit Andri Struzina (Seeclub Zug) und Fiorin Rüedi (Grasshopper Club Zürich) besetzt. Der Vierer ohne Steuermann der Männer rudert in der Besetzung Augustin Maillefer (Lausanne Sports Aviron), Paul Jacquot (Seeclub Zürich), Joel Schürch (Seeclub Sursee) und Markus Kessler (Ruderclub Schaffhausen) um das EM-Ticket auf dem Rotsee. Aufgrund einer Rippen-Verletzung verzögert sich für Nicolas Kamber (Grasshopper Club Zürich) der Start in die internationale Saison, worauf Benjamin Hirsch (Ruderclub Uster) in Duisburg im Einer an den Start gehen soll. Dort trifft er auf Nico Stahlberg (Ruderclub Kreuzlingen). Stahlberg tankte an der Internationalen Regatta in Piediluco mit zwei dritten Rängen viel Motivation und konnte sich eine aufsteigende Formkurve attestieren lassen. Das Schweizer Einer-Trio in der offenen Gewichtsklasse wird in Duisburg durch Michael Schmid (Seeclub Luzern) komplettiert.

Ausscheidungsrennen um den Startplatz im leichten Einer

2017 und 2018 gewann Michael Schmid jeweils die EM-Goldmedaille im Leichtgewichtseiner, krönte so seine erfolgreiche Leichtgewichtskarriere und startet neu in der offenen Gewichtsklasse. SWISS ROWING steht nun vor der neuen Ausgangslage, dass es gleich mehrere Bewerber für den EM-Startplatz im Leichtgewichtseiner gibt. Es sind dies drei junge Zentralschweizer: Matthias Fernandez (22, See-Club Zug), Julian Müller (23, Seeclub Luzern) sowie Jan Schäuble (19, Seeclub Stansstad). Um den Startplatz zu besetzen, hat SRV-Headcoach Edouard Blanc für die drei Leichtgewichte ein Selektionsrennen an der Internationalen Wedau-Regatta in Duisburg anberaumt.

Start-Chancen für das U23-Kader

In Duisburg wird neben dem Elite-Team von SWISS ROWING auch das U23-Kader am Start sein. Auch wenn es für die U23-Projektboote primär um Leistungsnachweise hinsichtlich einer Selektion für die U23-WM in Sarasota (USA) geht, winkt allenfalls für einzelne Boote eine Selektion für die Heim-EM auf dem Rotsee. «Wir haben mit zwei Ruderinnen und vier Ruderern in diesem Winter eine Gruppe in der Spitzensport-RS gehabt, die gut trainiert hat und den Schritt in die Elite-Kategorie machen will», signalisiert SRV-Direktor Christian Stofer die Bereitschaft von SWISS ROWING, an der EM auch Nachwuchsteams aus dem U23-Kader an den Start zu schicken.  

Weltmeisterschaft in Linz-Ottensheim wird zum Saisonhöhepunkt und olympischen Prüfstein

Das ruderische Saison-Highlight wird die WM vom 25. August bis 1. September 2019 auf einem Seitenarm der Donau in Linz-Ottensheim sein. Im vorolympischen Jahr ist die Weltmeisterschaft traditionellerweise sehr stark besetzt, da ein grosser Teil der olympischen Quotenplätze vergeben wird. Es ist zu erwarten, dass alle Nationen ihre Saisonplanung auf die Weltmeisterschaft ausrichten, um sich frühzeitig Startplätze für die olympische Ruder-Regatta in Tokio 2020 zu sichern. SWISS ROWING wird auf Basis der Resultate an den Europameisterschaften und den Weltcup-Regatten das Team für die WM in der oberösterreichischen Metropole bilden, um in möglichst vielen olympischen Disziplinen an den Start zu gehen.