Drei Elite-Siege an der Internationalen Regatta Duisburg am Sonntag

European Rowing Championships
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Drei Elite-Siege an der Internationalen Regatta Duisburg am Sonntag

Artikel - Drei Elite-Siege an der Internationalen Regatta Duisburg am Sonntag

DuisburgSo
3 Schweizer Elite-Boote siegen in Duisburg. Roman Röösli und Barnabé Delarze siegten erneut im Männer-Doppelzweier. Patricia Merz und Frédérique Rol dominierten den leichten Frauen-Doppelzweier. Jeannine Gmelin feierte im Frauen-Einer ebenfalls einen überzeugenden Sieg.

Jeannine Gmelin errang im Final des Frauenskiffs ihren ersten Saisonsieg. Mit ihrem zweiten Finalsieg innert zwei Tagen zeigten Frédérique Rol und Patricia Merz im leichten Frauen Doppelzweier eine beeindruckende Dominanz. Auch Roman Röösli und Barnabé Delarze wiederholten im Männer Doppelzweier ihren Sieg vom Vortag.  

«Nun habe ich in den Rennmodus gefunden», sagte Jeannine Gmelin mit einem Schmunzeln auf dem Siegerponton. «Ich hatte nach meiner langen Trainingsphase in den vergangenen Wochen tatsächlich etwas Anlaufschwierigkeiten gespürt.» Der zweite Rang gestern hinter Magdalena Lobnig nahm sie als Weckruf. In Abwesenheit der gestrigen Siegerin erwiesen sich die Wetterbedingungen als anspruchsvoll und erlaubten kein schön gerudertes Rennen. Indessen war es zielführend. Jeannine Gmelin feierte einen unangefochtenen Start-Ziel-Sieg und liess ihre Gegnerinnen weit hinter sich. Die zweitplatzierte Deutsche, Annekatrin Thiele, ruderte mit einem Rückstand von über 15 Sekunden ins Ziel. «Heute war mein bestes Rennen dieses Wochenendes», ordnete Jeannine Gmelin ein. «Es ist gut, sich wieder Rennhärte anzueignen.» 

Männer Doppelzweier setzt sich erneut gegen die deutsche Konkurrenz durch
Mussten sich Roman Röösli und Barnabé Delarze gestern noch regelrecht über die Ziellinie zum Sieg werfen, so fiel der Vorsprung im Final am Sonntag mit über einer Sekunde vor den deutschen Gesamtweltcupsiegern des Vorjahres, Lars Hartig und Timo Piontek, weit deutlicher aus. «Wir starteten heute schneller und liessen gar nicht erst grossen Rückstand auf die Deutschen aufkommen», erklärte Roman Röösli die Taktik. Bei der 1000-Meter-Marke lagen die Schweizer mit Hartig/Piontek gleich auf. Danach gab es für die Schweizer kein Halten mehr. Bei 1500 Metern hatten sie bereits drei Sekunden Vorsprung auf die Deutschen herausgearbeitet. Diesen Vorsprung zu halten und selbst im Endspurt nochmals zuzulegen, gelang den beiden heute nach Plan. «Wir bewegen uns in allen Bereichen in die richtige Richtung», so Barnabé Delarze. «Wenn wir unsere Top-Leistung konstant abrufen können, dann werden wir für die EM bereit sein.»

Rol / Merz dominierten auch im Sonntagsfinal 
Erneut ein einsames Rennen an der Spitze ruderten die beiden Leichtgewichte Frédérique Rol und Patricia Merz im Doppelzweier. «Wir erhielten hier sehr wohl gute Vergleichsmöglichkeiten», sagte Frédérique Rol. «Wir wussten bei jeder 250-Meter-Marke, ob wir in unserer Pace sind.» Die vier Rennen in Duisburg nutzten sie, um ihre Taktik für die EM im Direktvergleich durchzuexerzieren. Patricia Merz: «Wir hatten hier vier gute Rennen und können darauf aufbauen.»

Nico Stahlberg - um 1 Hundertstelsekunde am Tagessieg vorbei
Bis auf den letzten Zentimeter zur Sache ging es im A-Final des Männer Einers zwischen Nico Stahlberg und dem Niederländer Nicolas Krommenhoek. Im Ziel war erst einmal nicht klar, wer den halben Bugball vorne gehabt hatte. Nico Stahlberg wurde Zweiter und nahm es mit einem Schulterzucken. Die Leistung des Ostschweizers hingegen war eine deutliche Steigerung zum Vortag. Einen hauchdünnen Sieg im B-Final und damit ebenfalls einen Achtungserfolg errang die Schweizer Elite-Crew im Männer Vierer-ohne mit Paul Jacquot, Augustin Maillefer, Markus Kessler und Joel Schürch. Sie lieferten sich mit den Tschechen einen intensiven Schlagabtausch und konnten sie im Ziel um 43 Hundertstel hinter sich lassen. Im selben Rennen wurde das Schweizer Nachwuchsboot der U23 Fünfter und das Clubboot des Seeclub Zürich Sechster.

Das entscheidende Wochenende für die EM-Selektion im Leichtgewichtseiner     
Nachdem sich am Vortag Jan Schäuble im Trio der drei EM-Anwärter im leichten Einer als Favorit durchgesetzt hatte, trat das erst 19-jährige Nachwuchstalent heute in der U23-Kategorie an, welche Schäuble mit drei Bootslängen Vorsprung für sich entschied. Julian Müller ruderte nach seiner verpassten Chance vom Vortag mit einer gesunden Portion Wut im Bauch. Er holte sich im A-Final den zweiten Rang hinter dem Briten Jamie Copus. Dabei rang er auf den letzten Metern Teamkollege Fiorin Rüedi nieder, der Dritter wurde. Matthias Fernandez holte den fünften Rang. Wer den begehrten EM-Platz im Leichtgewichtseiner erhält, wird der Verband in den nächsten zwei Tagen entscheiden. Rüedi ist vorerst als Partner von Andri Struzina im leichten Doppelzweier gesetzt. Das Boot musste aufgrund einer Rippenverletzung von Struzina in Duisburg abmelden. Ebenfalls nicht in Duisburg am Start war Michael Schmid. Nach einem viralen Infekt wird der Luzerner nun eine längere Auszeit nehmen und dem Körper die nötige Ruhe und Erholungszeit zugestehen. 

Der Verband SWISS ROWING wird nun auf Basis der verschiedenen Leistungstests und Resultate die Selektion für die Heim-EM in Luzern vornehmen. Christian Stofer: «Die Internationale Wedau-Regatta in Duisburg bot den gewünschten Vergleich gegen starke europäische Konkurrenz. Wir haben sehr erfreuliche Rennen gesehen. Unserer Top-Mannschaften haben einen guten Stand und viele Boote vermochten sich am zweiten Tag deutlich zu steigern. Es bleiben nun drei Wochen für die EM-Vorbereitung.»
 
Resultate Sonntag, 12. Mai 2019

Offene Gewichtsklasse 

Frauen Einer (W1x)
A-Final:
1. Jeannine Gmelin (SUI) 8.29 :61
2. Annekatrin Thiele (GER) 08:45.75 3. Camille Juillet (FRA) 08 :50.96 4. Janneke van der Meulen (NED) 08:58.06 5. Amber Stienstra (NED) 09:06.93 6. Nina Kostanjsek (SLO) 09:09.84 7. Claire Ayivon (GER) 10:20.45

Frauen Einer U23 (BW1x)
Vorläufe
Heat 1:
1. Jana Nussbaumer (SUI) 08:48.42 (=> A-Final)
2. Josefa Vila (CHI) 08:53.53 3. Maren Weber (GER) 09:01.01 4. Wiebke Hanack (GER) 09:09.54 

A-Final
1. Franca Versace (GER) 08:52.64 2. Josefa Vila (CHI) 08 :56.15 3. Jana Nussbaumer (SUI) 08:59.01 4. Maren Völz (GER) 09:00.04 5. Veerle Koot (NED) 09:03.64 6. Maren Weber (GER) 09:25.07

Männer Einer (M1x)
Vorläufe
Heat 2:

1. Thibaut Verhoeven (FRA) 07:31.88 2. Nico Stahlberg (SUI) 07:34.62 (=> A-Final) 3. Lennart van Lierop (NED) 07:38.03 4. Jack Burns (GBR) 07:39.69 5. Sam McKeown (GBR) 07:49.39 6. Miguel Menezes (POR) 07:56.23
Heat 3:
1. Guillaume Krommenhoek (NED) 07:37.15 2. Luuk Adema (NED) 07:38.17 3. Benjamin Hirsch (SUI) 07:43.11 (=> B-Final) 4. Philipp-Andre Syring (GER) 07:49.37 5. Thomas Lehner (AUT) 07:59.75
A-Final
1. Guillaume Krommenhoek (NED) 07:23.55 2. Nico Stahlberg (SUI) 07:23.56 3. Thibaut Verhoeven (FRA) 07:35.65 4. Luuk Adema (NED) 07:36.95 5. Stewart Innes (GBR) 07:54.90
B-Final
1. Lennart van Lierop (NED) 07:39.76 2. Jack Burns (GBR) 07:47.20 3. Benjamin Hirsch (SUI) 7:50.46 4. Guido de Ruiter (NED) 07:57.55 5. Philipp-Andre Syring (GER) 08:04.53 6. Mohamed Taieb (GER) 08:11.35

Männer Einer U23 (BM1x)
Vorläufe
Heat 2:

1. Malte Engelbracht (GER) 07:52.80 2. Morton Schubert (SUI) 07:55.54 (=> A-Final) 3. Armin Auerbach (AUT) 07:5854 4. Jannis Romanowski (GER) 08:02.75 5. Julius Hendrik Gülker (GER) 08:26.43 6. Markus Köhler (GER) 08:28.17
A-Final
1. Matthew Haywood (GBR) 07:47.26 2. Anthony Girerd (FRA) 07:49.51 3. Tim Liebrich (GER) 07:50.07 4. Morton Schubert (SUI) 07:56.12 5. Armin Auerbach (AUT) 08:00.49 6. Malte Engelbracht (GER) 08:03.04

Frauen Doppelzweier (W2x)
Vorläufe:
Heat 2:

1. Daniela Schulze / Julia Leiding (GER) 07:34.97 2. Valérie Rosset / Pascale Walker (SUI) 07:40.28  (=> B-Final) 3. Katarzyna Boruch / Izabela Pawlak (POL) 07:52.50 
B-Final
1. Lenka Antosova / Kristyna Fleissnerova (CZE) 07:34.73 2. Katharina Lobnig / Magdalena Lobnig (AUT) 07:37.16 3. Margriet Lantink / Minke Holleboom (NED) 07:39.27 4. Valérie Rosset / Pascale Walker (SUI) 07:40.07 5. Victoria Hostetter /  Soraya Jaude (CHI) 07:49.91 Molly Harding / Georgina Robinson Ranger (GBR) 07:54.35

Männer Doppelzweier (M2x)
Vorläufe
Heat 1: 
1. Roman Röösli / Barnabé Delarze (SUI) 06:55.57 (=> A-Final)
2. Jan Hajek / Jan Cinchibuch (CZE) 07:01.04 3. Michael Weppelmann / Heiner Schwartz (GER) 07:07.36 4. Maciej Madaj / Mateusz Kraska (POL) 07:20.56
Heat 6:
1. Nik Krebs / Miha Aijancic (SLO) 06:56.37 2. Julian Brabec / Jörg Auerbach (AUT) 06:56.57 3. Dominic Condrau / Valentin Huehn (SUI) 06:59.96 (=> out) 4. Mathieu Monfort Micheo / Carlos Gonzalez Buzon (ESP) 07:13.43
A-Final
1. Roman Röösli / Barnabé Delarze (SUI) 06:45.75
2. Timo Piontek / Lars Hartig (GER) 06:46.83 3. Max Appel / Hans Gruhne (GER) 06:48.31 4. Maximilian Fränkel / Julius Peschel (GER) 06:54.14 5. George Bourne / Josh Armstrong (GBR) 06:54.45 6. Nik Krebs / Miha Aljancic (SLO) 07:03.33

Männer Vierer-ohne (M4-)
Vorläufe
Heat 3:

1. Grossbritannien 06:26.89 2. Schweiz (Augustin Maillefer, Paul Jacquot, Joel Schürch, Markus Kessler) 06:28.19 (=> B-Final) 3. Niederlande 06:31.36
Heat 6:
1. Niederlande 06:29.75 2. Schweiz U23 (Filippo Ammirati, Jonah Plock, Manuel Baumann, Patrick Brunner) 06:48.81 (=> B-Final) 3. Grossbritannien 06:59.20 
Schweiz, Seeclub Zürich (Maximilian Kurczewski, Johannes Geers, Rainer Scherrer, Moritz Schneider)
B-Final
1. Schweiz (Augustin Maillefer, Paul Jacquot, Joel Schürch, Markus Kessler) 06:29.39
2. Tschechien 06:29.82 3. Frankreich 06:36.26 4. Spanien 06:38.25 5. Schweiz U23 (Filippo Ammirati, Jonah Plock, Manuel Baumann, Patrick Brunner) 06:50.29 6. Schweiz, Seeclub Zürich (Maximilian Karczewski, Johannes Geers, Rainer Scherrer, Moritz Schneider) 06:55.60

Frauen Doppelvierer 
A-Final

1. Niederlande U23 07:00.44 2. Frankreich 07:00.61 3. Deutschland U23 07:05.66 4. Schweiz U23 (Lara Eichenberger, Lisa Lötscher, Andrea Fürholz, Fabienne Schweizer) 07:11.03 5. Tschechien 07:14.60 6. Niederlande 2 07:17.62 7. Polen 07:22.77

Männer Doppelvierer
Vorläufe
Heat 2:

1. Tschechien 6:24.27 2. Schweiz U23 (Pascal Ryser, Scott Bärlocher, Kai Schätzle, Linus Copes) 6:27.50 (=> A-Final) 3. Frankreich 6:28.53 4. Deutschland U23 6:33.96
A-Final
1. Tschechien 1 06:24.92 2. Deutschland U23 06:27.94 3. Tschechien 2 06:31.54 4. Schweiz U23 (Pascal Ryser, Scott Bärlocher, Kai Schätzle, Linus Copes) 6:27.50 (=> A-Final) 06:31.85 5. Deutschland 2 06:34.81 6. Frankreich 06:5.09

Leichtgewichte

Frauen Einer Leichtgewichte U23 
Vorläufe
Heat 3:
1. Olivia Nacht (SUI) 08:51.60 (=> A-Final)
2. Roos Duijn (NED) 08:54.78 3. Hannah Nethöfel (GER) 08:59.27 4. Paula Salarich Ortiz (ESP) 09:02.96 5. Pia Otto (GER) 9:09.73
A-Final
1. Kristyna Neuhortova (CZE) 08:51.01 2 Antonia Liewald (CHI) 08:52.66 3. Susannah Duncan (NED) 08:58.74 4. Olivia Nacht (SUI) 09:03.87 5. Ann-Elen Pinnecke (GER) 09:09.82 6. Roos Duijn (NED) 09:10.46

Männer Einer Leichtgewichte U23 (BLM1x)
Vorläufe
Heat 1:
1. Jan Schäuble (SUI) 07:51.25 (=> A-Final)  
2. Melvin Müller-Ruchholtz (GER) 08:00.75 3. Khalil Monsouri (GER) 08:13.61 4. Paulo Fidalgo (POR) 08:16.32 5. Till Biermann (GER) 08:25.34
A-Final
1. Jan Schäuble (SUI) 08:01.12
2. Melvin Müller-Ruchholtz (GER) 08:07.62 3. Corentin Amet (FRA) 08:09.24 4. Franklin Hamilton (GBR) 08:14.77 5. Johannes Thein (GER) 08:22.06 6. Khalil Mansouri (GER) 08:48.38

Männer Einer Leichtgewichte (LM1x)
Vorläufe
Heat 2:
1. Matthias Fernandez (SUI) 07:39.09 (=> A-Final) 2. Fiorin Rüedi (SUI) 07 :42.46 (=> A-Final)
3. Johannes Ursprung (GER) 07:52.79 4. Thomas van Tussenbroek (NED) 07:55.96
Heat3:
1. Julian Müller (SUI) 07:35.77 (=> A-Final)
2. Florian Roller (GER) 07:38.77 3. Damion Eigenberg (FRA) 07:52.97 4. Calvin Govaert (BEL) 07:59.05
A-Final
1. Jamie Copus (GBR) 07 :46.83 2. Julian Müller (SUI) 07:49.26 3. Fiorin Rüedi (SUI) 07:51.16 4. Florian Roller (GER) 07:56.29 5. Matthias Fernandez (SUI) 07:58.77 6. Lucas Schäfer (GER) 07:59.02

Frauen Leichtgewichte Doppelzweier (W2x)
Vorläufe:
Heat 1:
1. Patricia Merz / Frédérique Rol (SUI) 07:31.55 (=> A-Final) 2. Eline Rol / Sofia Meakin (SUI) 07:41.89 (=> B-Final)
3. Zuzana Valsova / Zuzana Necasova (CZE) 07:58.83 4. Sophia Wolf / Julia Wolf (GER) 08:00.04 
A-Final
1. Frédérique Rol / Patricia Merz (SUI) 07:37.71
2. Leonie Pless / Marie-Louise Dräger (GER) 07:45.98 3. Vera Spanke / Ronja Fini Sturm (GER) 07:47.68 4. Luise Asmussen / Cosima Clotten (GER) 07:49.52 5. Isidora Niemeyer / Yoselyn Carcamo (CHI) 07:52.48 6. Katrin Thoma / Sophia Krause (GER) 07:57.16
B-Final
1. Sofia Meakin / Eline Rol (SUI) 07:49.71
2. Kathrin Morbe / Anja Noske (GER) 07:50.71 3. Johanna Reichardt / Katrin Volk (GER) 07:52.98 4. Iris Hochstenbach / Femke van de Vliet (NED) 07:54.49 5. Marion Reichardt / Pauline Sauter (GER) 07:55.49 6. Maja Gunz / Lara Richter (GER) 08:13.14