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Grundsatz:
Hinweise / Empfehlungen:
1. Anlegen am Steg OHNE Strömung:
Es gibt 2 Varianten:
Parallel anfahren:
Diese Technik ist die einfachste, aber auch die problematischerere der beiden, da eine lange Strecke an der Stegkante zurückzulegen ist. Dies birgt Gefahr von Kollisionen des Materials mit dem Steg.
Beim parallel Anfahren des Steges, den Steg mit dem Bug passieren. Mit den über den Steg „schwebenden“ Auslegern, das Boot bis zum Ende des Heckes gleiten lassen. Die Ruderer halten bzw. führen das Boot bis zum Stillstand.
Folgende Probleme sind zu beachten:
Herandriften:
Bei dieser Technik macht man sich zu Nutze, dass das Boot nicht direkt der Steuerbewegung folgt, sondern mit einer Verzögerung und einem nicht unerheblichen Seitwärtsdrift.
Den Steg in einem spitzen Winkel von ca. 5 – 10° anfahren. Dabei zielt man, ca. 2 m davor, auf die Stelle, wo anschliessend der Bug zum stehen kommen sollte. Kurz bevor der Bug die Stegkante erreicht hat, kräftig am Steuer ziehen oder die Mannschaft auf der Wasserseite das Boot stoppen und parallel zum Steg drehen, dabei von dem Seitwärtsdrift in Richtung Steg profitieren. Idealerweise kommt das Boot mit einer langsamen Dreh-drift-Bewegung parallel zur Stegkante zum Stehen.
Landen MIT Steuermann:
Landen OHNE Steuermann – mit oder ohne Fusssteuer:
Der Schlagmann oder die im Boot erfahrenste Person übernimmt die Funktion des Steuermannes und übernimmt das Landmanöver, das Stoppen und das Drehen des Bootes. Die Mannschaft ist in jedem Falle bei den Landungen „geistig“ anwesend und unterstützt den Schlagmann bei Bedarf. Am Schlag verfügt man über die grösste Dreh-Wirkung.
2. Anlegen am Steg MIT Strömung:
Es gibt 2 Varianten:
Normalversion – Obere Kante anpeilen:
Diese Variante ist für Stege mit normaler Strömung und ist eine Mischung aus der Technik „Herandriften an Steg ohne Strömung“ und der „Seilfähren-Technik“.
Der Steg wird von unten angefahren, und man zielt dabei auf die obere Ecke des Steges. Während der Anfahrt hält man nun mit Hilfe des Steuers den Winkel so, dass man immer genau auf die obere Ecke zufährt.
Je näher man dem Steg kommt, desto kleiner wird der Anfahrtwinkel zur Strömung. Die Annäherungsgeschwindigkeit verringert sich.Angekommen an der Stegkante, ist das Boot Strömungsparallel und bleibt neben der Stegkante liegen.
Die Annäherungsgeschwindigkeit kann beliebig durch den Anfahrtswinkel variert werden.
Durch den „grossen“ Anfahrtswinkel, sind die Ruderblätter sehr lange im Wasser und dabei kann die Anfahrtsgeschwindigkeit durch die Mannschaft optimal reguliert werden.
Extremvariante – Seilfährentechnik:
Es gibt nur wenige Stege an denen diese Technik sinnvoll ist. Für diese Technik benötig man viel Strömung, ca. 2/3 der Bootsgeschwindigkeit. Man nutzt die Technik einer Seilfähre, um im 90° Winkel zur Strömung und damit auch quer zum Steg sich auf den Steg hin bewegen.
Anfahrt deutlich weg entfernt vom Steg im 90° Winkel bis auf Höhe des Steges. Schwenkt dann in Richtung Steg und wählt Tempo und Winkel genau so, dass man auf einer Höhe bleibend ohne Abtreiben seitlich zum Steg hin versetzt wird. Wenn man den Steg fast erreicht hat, stellt man das Rudern ein und dreht das Boot langsam parallel zum Steg, so dass man parallel zur Kante zum liegen kommt.
Folgendes ist dabei zu beachten:
Der Winkel zur Strömung beeinflusst also die Annäherungsgeschwindigkeit!
Hier können Sie diese Informationen als PDF-Dokument herunterladen: